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Wochenbrief Nr. 15 / 2017 vom 15. Oktober 2017

Liebe Gläubige,

 

Die Entscheidungsschlacht

Unsere Liebe Frau erklärte in Fatima, was in der Welt vor sich geht und welche Kräfte das Weltgeschehen bestimmen. Sr. Luzia erklärte es auf folgende Weise: „Der Teufel ist daran, die Entscheidungsschlacht gegen die Madonna zu führen. Darum sind der Welt die zwei letzten Rettungsmittel gegeben: Die Andacht zum Unbefleckten Herzen und der hl. Rosenkranz.“

Die Herausforderung des Teufels lässt sich im Jahre 1917 besonders in Rom erkennen. Mit Parolen wie: „Satan wird im Vatikan herrschen, und der Papst wird sein Diener sein“ demonstrierten die Freimaurer in großer Zahl vor dem Petersdom. Die Muttergottes setzte ihnen einen ihrer getreuen Diener entgegen:

 den jungen Ordensbruder Maximilian Kolbe, der in heiliger Bestürzung darüber die Kampftruppe der Militia Immaculatae gründete.

In Russland feierte der gefallene Engel seinen Sieg mit der Oktoberrevolution und dem Beginn des Kommunismus. Das teuflische System begann sich auszubreiten und zu wirken und fing an, Millionen unschuldiger Menschenleben zu verschlingen, ungezählt die vielen Seelen, die sich durch ihn von Gott abgewendet haben, um auf ewig verloren zu gehen.

Auf der anderen Seite Europas erschien unsere Liebe Frau von Fatima in Portugal. Dort zeigte sie ihre Macht, und befreite das Land in kürzester Zeit von den Kirchenhassern und Freimaurern, die es regierten, beherrschten und fast zu Grunde richteten.

 

Der Rosenkranz gegen den Kommunismus

Als der Kommunismus das Land mit der Nelkenrevolution in die Hand nahm, da stellte die himmlische Mutter dem gesamten Militär zehn Lehrerinnen aus dem unbedeutenden Dorf Guimaraes entgegen. Sie zogen ihre Waffen gegen drohende Maschinengewehre und Kanonen, und entfachten einen Gebetssturm an Rosenkränzen, an dem das ganze Land Anteil nahm. Doch auch die Bischöfe und Priester des Landes sahen nicht untätig zu, sondern ermutigten ihre Gläubigen, alles ihnen Mögliche gegen die drohende Gefahr zu tun.

Nach zwei Millionen Rosenkränzen war der Kommunismus im Land erledigt und musste weichen. Nicht einmal rächen konnte er sich, trotz der Waffen des Militärs, die er schon in der Hand hatte. Und während beherzte Bauern im ganzen Land die kommunistischen Hauptquartiere dem Boden gleich machten ohne Menschen zu schaden, konnte der so grausame Kommunismus nicht einmal Blut fordern für seinen Rückzug. Die Muttergottes antwortete als Einzige auf den sonst so traurig wahren Satz: „Wo die Kommunisten einmal Fuß gefasst oder die Macht an sich gerissen haben, da sind sie nicht mehr zu beseitigen.“ Sie zeigte, dass sie sehr wohl die Macht hat, dieses teuflische Werkzeug mit Leichtigkeit zu beseitigen, wenn wir nur die Bedeutung ihrer himmlischen Rettungsmittel erfassen und sie großherzig anwenden.

 

Ihre Rettungsmittel sind die letzten

Sr. Luzia spricht von den zwei letzten Rettungsmitteln. Das lässt vermuten, dass der Himmel uns keine weiteren Mittel mehr geben wird, um den Gefahren und zerstörerischen Kräften für unsere Seele, unser Land und unsere Kirche die Stirn zu bieten. Wir müssen auch annehmen, dass diese letzten Rettungsmittel in gewisser Weise für uns die wirksamsten sein müssen und es wäre nicht klug, sie gering zu schätzen und auf sie verzichten zu wollen.

 

Ihre Rettungsmittel sind wirksam

Das erstaunliche Wirken des Rosenkranzes und der Verehrung des unbefleckten Herzens Mariens beweisen die außerordentlichen Geschehnisse in Portugal. Sie beweisen uns, dass diese Rettungsmittel nicht nur für unser eigenes persönliches Heil enorm wirksam werden können, sondern auch für das Wohlergehen eines irdischen Staates. Diese Mittel sind wirksam genug, Weltkriege abzukürzen oder sogar völlig zu verhindern. Es sind die Waffen, die wir der gesamten Gottlosigkeit und Kirchenfeindlichkeit unserer Zeit wirksam entgegenhalten können. Wenn alle Katholiken diese Mittel herzhaft anwenden würden, müsste Satan zusehen, wie alle seine Pläne vereitelt würden.

 

Ihre Rettungsmittel sind übernatürlich

In der Zeit, da man seine Hoffnungen nur mehr auf menschliche Mittel der Wissenschaft und Technik setzen möchte, verlangt Unsere Liebe Frau einen großen Glauben und Vertrauen auf die Gnade, die sie in ihren Händen bereithält. Schenken wir unserer himmlischen Mutter das größere Vertrauen und beherzigen wir ihren Aufruf zu ihrer Verehrung und zum Rosenkranz.

 

 

Mit herzlichen Segensgrüßen

P. Andreas Jeindl