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Die Priesterbruderschaft St. Pius X.
(FSSPX) ist eine Priestervereinigung mit
Gemeinschaftsleben. Sie wurde am 1. November
1970 in Freiburg in der Schweiz vom zuständigen
Bischof Francois Charriere offiziell errichtet.
Am 18. Februar 1971 erhielt sie auch einen
Belobigungsbrief vom Präfekten der
römischen Kongregation für den
Klerus, Kardinal Wright. Die Priesterbruderschaft
ist somit ein Werk der Kirche.
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Sie wurde gegründet mit dem Ziel,
den katholischen Glauben, so wie die Kirche
ihn seit 2000 Jahren lehrt, aufrechtzuerhalten.
Sie will eine Antwort geben auf die Krise,
die augenblicklich die katholische Kirche
erschüttert und die ihren Usprung im
2. Vatikanischen Konzil hat. In der Heranbildung
und der Heiligung von Priestern sieht die
Bruderschaft ihre wichtigste Aufgabe zu
dieser Erneuerung der Kirche.
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Die gewichtigsten Irrtümer, die
heute im offiziellen Raum der Kirche verbreitet
sind, sind der Ökumenismus und die
Religionsfreiheit, die alle Religionen mehr
oder weniger auf eine Stufe stellen. Dies
widerspricht der Einzigkeit der Wahrheit,
denn es können nicht mehrere sich widersprechende
Religionen gleichzeitig wahr sein. Christus
hat nur eine Religion gestiftet und nur
eine Kirche gegründet, das sind die
katholische Religion und die katholische
Kirche. Er sagt von sich: "Ich bin
der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand
kommt zum Vater außer durch mich"
(Joh 14,6). Die anderen Religionen sind
daher Irrtümer und Irrwege, die den
Menschen nicht zum Heil führen, sondern
im Gegenteil sein ewiges Heil in Frage stellen.
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| Ein offenes Bekenntnis Kardinal
Gagnon |
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Anlässlich einer Visitation nahm
der apostolische Visitator, S.E. Kardinal
Gagnon, am 8. Dezember 1987 an einer von
S.E. Erzbischof Lefebvre zelebrierten Messe
offiziell teil. Daraufhin sah er sich zu
folgendem Eintrag ins Gästebuch des
Seminars in Econe veranlasst: "Möge
die Unbefleckte Jungfrau unsere inbrünstigen
Gebete erhören, damit das in diesem
Haus wunderbar vollbrachte Werk der Priesterausbildung
für das Leben der Kirche überall
seine Ausstrahlung finde." |
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Msgr. Perl, der Kardinal Gagnon bei der
Visitation begleitete, äußerte
sich gegenüber den im Schulwesen tätigen
Dominikanerinnen von Fanjeaux in Südfrankreich:
"Auf solchen Grundlagen muss man die
Kirche wieder aufbauen." |
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| Schisma - Was sagen die Kirchenrechtler?
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"Der Tatbestand der Konsekration
eines Bischofs ohne päpstliche Erlaubnis
ist in sich keine schismatische Handlung." |
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Kardinal Castillo Lara, Doktor des
Kirchenrechts und Präsident der päpstlichen
Kommission für die authentische Auslegung
des Kirchenrechtes (La Republika, 07. 10.
1988) |
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"Die Situation der Mitglieder dieser
Bruderschaft ist eine interne Angelegenheit
der katholischen Kirche. Die Bruderschaft
ist nicht eine andere Kirche oder kirchliche
Kommunität... |
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Selbstverständlich sind die von
den Priestern der Bruderschaft gefeierten
Messen und Sakramente gültig. Die Bischöfe
sind gültig, aber unerlaubt geweiht." |
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Kardinal Edward Cassidy, Präsident
des päpstlichen Rates für die
Einheit der Christen (Brief vom 03.05.1994) |
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"Er muss mehr tun. Hätte er
z.B. seine eigene Hierarchie aufgebaut,
dann wäre es ein schismatischer Akt
gewesen. Tatsache ist, dass Erzbischof Lefebvre
einfach gesagt hat: 'Ich weihe Bischöfe,
damit meine Weihegewalt erhalten bleibt.
Sie nehmen nicht den Platz anderer ein,
ich schaffe keine Parallelkirche.' Daher
war diese Handlung in sich nicht schismatisch." |
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Graf Neri Capponi, Kirchenrechtler,
Anwalt an der Apostolischen Signatur (Latin
Mass Magazine, Mai-Juni 1993) |
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"Niemand leugnet, dass sie Katholiken
sind." |
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Msgr. Camille Perl, Sekretär
der päpstlichen Kommission Ecclesia
Dei (Le Matin Dimanche, 12.10.1997) |
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"Wir stehen nicht vor einer
Häresie. Man kann auf eine
korrekte, exakte und präzise Weise
nicht sagen, daß ein Schisma vorliegt.“
Eine Bischofsweihe ohne päpstliche
Erlaubnis zeige eine „schismatische
Haltung“, erklärte der Kirchenfürst.
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. befinde
sich jedoch „innerhalb der
Grenzen der Kirche. Es bleibt nur
der Tatbestand, dass eine volle, vollkommenere
– wie beim Gespräch mit Mgr.
Fellay gesagt wurde – eine ,vollere’
Gemeinschaft fehlt, denn die Gemeinschaft
besteht bereits.“ |
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Kardinal Castrillón Hoyos in einem
Gespräch mit dem italienischen Fernsehsender
‘Canale 5’ vom 13. November
2005
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| Was heißt Gehorsam? |
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Die Priesterbruderschaft St. Pius X.
ist dem römischen Papst stets in Gehorsam
ergeben. Aber alle Autoritäten der
Kirche haben von Christus ihre Gewalt empfangen,
um den Glauben zu schützen und zu verteidigen.
Solange und insofern sie dies tun, muss
man ihnen gehorchen. Missbrauchen sie aber
ihre Autorität, indem sie etwas Sündhaftes
befehlen oder etwas, was gegen den Glauben
ist, so darf man ihnen nicht gehorchen,
sondern muss ihnen widerstehen: "Man
muss Gott mehr gehorchen als den Menschen"
(Apg 5,29). |
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Diese Haltung hat die Priesterbruderschaft
St. Pius X. im Laufe der Zeit viel Kritik
eingebracht, sowohl von liberaler als auch
von konservativer und sedisvakantistischer
Seite. Erstere fordern einen absoluten Gehorsam
gegenüber allen fragwürdigen Neuerungen,
die konservative Seite heißt zwar
solche Neuerungen nicht gut, verlangt aber
doch den Kompromiß mit dem Irrtum.
Der Sedisvakantismus, der die nachkonziliären
Päpste als nicht rechtmäßig
betrachtet, lehnt dagegen jeden Gehorsam
ab. |
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Ausgerechnet im Zeitalter der "ökumenischen
Verbrüderung", in dem die Gewissensfreiheit
quasi zum Dogma erhoben wird, will man den
Gläubigen, Priestern und Ordensleuten
das Recht absprechen, an der Lehre festzuhalten,
wie sie die katholische Kirche immer vorgetragen
und praktiziert hat. |
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Am 30. Juni 1988 weihte Erzbischof Lefebvre
vier seiner Priester zu Weihbischöfen.
Rom hatte im Vorfeld grundsätzliches
Einverständnis signalisiert, aber dann
die Kandidatenwahl von Erzbischof Lefebvre
als Vorwand benutzt, um den Zeitpunkt der
Weihe ins Ungewisse zu verzögern. Erzbischof
Lefebvre stand bereits im 83. Lebensjahr,
der Fortbestand der Bruderschaft war gefährdet
- ohne Bischof keine Priester. |
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Aufgrund der entstandenen Notsituation
und der von Seiten Roms offensichtlich nicht
fair geführten Verhandlungen sah sich
Erzbischof Lefebvre in seinem Gewissen und
in seiner Verantwortung als Bischof verpflichtet,
den Fortbestand der Priesterbruderschaft
St. Pius X. zu sichern, indem er seine Weihegewalt
an vier Weihbischöfe übertrug.
Dennoch unterstellt sich die Priesterbruderschaft
nach wie vor dem Papst und der Hierarchie
der Kirche. Sie betet denn auch in jeder
Messe für den Hl. Vater.
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| Das Arbeitsfeld |
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Als ihre wichtigste Aufgabe zur Erneuerung
der Kirche sieht die Priesterbruderschaft
St. Pius X. die Heranbildung und Heiligung
von Priestern in einer Zeit von großem
Priestermangel, wo andernorts gezielt Laientheologen
an deren Seite gesetzt werden. |
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Rund 480 Priester wirken derzeit auf
sämtlichen Erdteilen. Von 150 Prioraten
und 6 Seminarien aus werden über 300
Kapellen, ca. 75 Schulen, 3 Universitäten
und 4 Altersheime betreut. Die Priester
der Priesterbruderschaft verkünden
den Glauben "der Kirche aller Zeiten"
und spenden die Sakramente zur Stärkung
und Heiligung der ihnen anvertrauten Gläubigen,
damit diese in der heutigen Desorientierung
und dem allgemeinen Wertezerfall noch in
der Lage sind, mit christlichen Maßstäben
zu messen, klar zu urteilen und verantwortungsvoll
zu handeln. Die Priester werden in ihrer
täglichen Arbeit durch Ordensbrüder
und Ordensschwestern unterstützt. Weltweit
haben sich die Priesterbruderschaft St.
Pius X. 25 Ordensgemeinschaften angeschlossen.
Außerdem stützt sie sich auf
das tatkräftige Mitwirken der Laien.
Ein großes Anliegen ist die Bildung
und Erziehung der Jugend. Gesunde und katholische
Familien leisten hier den entscheidenden
und wichtigsten Teil. |
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In sehr vielfältiger Weise gestaltet
sich die Jugendarbeit. Bei Treffen, in Jugendgruppen
und Lagern findet der Jugendliche Halt,
Verständnis und Rat sowie persönliche
Vorbilder. Er fühlt sich angenommen
und getragen von einer vertrauten Gemeinschaft. |
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Die zahlreichen Schulen der Priesterbruderschaft
St. Pius X. sind große Hoffnungsträger
für die Zukunft. Schulen, die nicht
nur Wissen vermitteln, sondern ebenso auf
die Erziehung und Charakterbildung der Schüler
Wert legen, sind heute mehr denn je gefragt.
Fröhlichkeit und ausgeprägter
Gemeinschaftssinn der Schülerinnen
und Schüler sind nach wie vor ein überzeugendes
Aushängeschild dieser Schulen. |
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In regelmäßigen Vorträgen
und Einkehrtagen (Exerzitien) wird jung
und alt die Möglichkeit geboten, sich
über den Glauben oder aktuelle Lebensfragen
besser zu informieren oder in der Stille,
außerhalb der Hektik des Alltags,
das persönliche Leben und das Verhältnis
zu Gott zu überdenken und zu vertiefen.
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