Der hl. Papst Pius X. wurde
am 2. Juni 1835 in Riese, Italien
geboren.
Nach dem Besuch des Gymnasiums
in Padua studierte er dort Theologie.
Mit 23 Jahren wurde er zum
Priester geweiht und in einer
kleinen Pfarrei als Priester
eingesetzt. Zeit seines Lebens
hat er sich für einen guten
Katechismusunterricht eingesetzt,
da er in der religiösen
Unwissenheit einen Hauptgrund
für den Niedergang im christlichen
Leben
sah. Pius X. legte von Anfang
an grossen Wert auf das Gebet,
die Liturgie und die Marienverehrung.
1884 wurde er Bischof von
Mantua, wo er vor allem Wert
auf die Heiligung der Priester
legte.
Er sah darin eine seiner Hauptaufgaben.
Am 4. August 1903 wurde er zum Papst
gewählt. Damals bat er die Kardinäle
unter Tränen, einen anderen Kandidaten
zu wählen, weil er sich selbst für
dieses Amt nicht geeignet hielt.
Doch gerade diese Demut bestätigte
die Kardinäle, dass sie die richtige
Wahl getroffen hatten. „Ich nehme
es als Kreuz an!“ waren dann die Worte,
mit denen er sein hohes Amt annahm. Sein
Pontifikat war gekennzeichnet durch folgende
Schwerpunkte:
- „Alles in Christus erneuern!“
- Förderung der Liturgie
und des liturgischen Gesangs (Gregorianik)
- Erneuerung des Breviers
- Frühkommunion der Kinder
- Häufige Kommunion aller
Gläubigen
- Demaskierung des Liberalismus
und des katholischen Liberalismus
als die grössten Feinde der
Kirche („Von nun an sitzt der Feind
im Inneren!“)
- Verteidigung der Kirche gegen
den Modernismus
Pius X. starb am 20. August 1914 aus
Schmerz über den gerade ausgebrochenen
1.Weltkrieg.