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Briefe und Bücher / Wochenbrief Nr. 18 aus 2008 DruckversionDruckversion  
Zaitzkofen, den 22. November 2008
Simbabwe in bitterer Not
 
Liebe Gläubige!

„CHRISTUS LEIDET IN SIMBABWE“ ist der Titel eines Artikels, der im Mitteilungsblatt vom Dezember 2008 erscheinen wird. Nur mit tiefer Erschütterung werden Sie der Schilderung des Priors unserer Mission in Harare folgen, die von der Fortsetzung einer beispiellosen Tragödie berichtet sowie von den schwierigsten Bedingungen, unter welchen das Apostolat der Priesterbruderschaft ausgeübt wird. Pater Gendron erinnert an die Gemeinschaft der Heiligen und bittet um die Unterstützung des Gebets, der Opfer und der materiellen Hilfe. Im Folgenden finden Sie einen Nachtrag zum oben erwähnten Artikel, den Pater Gendron uns am 12. November zusandte, und einen aktuellen Bericht aus der Laaberzeitung vom 21. November.

Heute, Mitte November, hat sich die Lage in Simbabwe beträchtlich verschlimmert. Aufgrund der Weigerung Mugabes und seiner Regierungspartei ZANUPF, die Macht mit der Opposition (Morgan Tsvangirai) wirklich zu teilen, befindet sich das Land im Notstand. Gegenwärtig sind fünf Millionen Personen in Gefahr zu sterben! In der Missionsstation, die wir jeden Sonntagnachmittag besuchen, sagten mir die Verantwortlichen, dass viele Menschen bloß noch Blätter von den Bäumen zu essen hätten. Und einer unserer Gläubigen, der von einem Besuch bei seinen Eltern zurückkam, erzählte, er habe wilde Früchte gesammelt, um sie seinen Eltern zum Essen zu geben, welche nicht mehr das Geringste zum Überleben hatten.

Was für eine Situation! Während die Inflation noch weiter ansteigt, streiten die Chefs um die Macht!
Die großen Kranken-häuser der Hauptstadt haben ihre Türen geschlossen, wegen Mangels an Medika-menten, Ärzten und Krankenschwestern, welche die Transport-kosten ihres Arbeitswegs nicht mehr bezahlen können. Ein einziges Spital ist noch für Reiche geöffnet, die sich das teure Eintrittsrecht (von ca. 1200 Euro!!) leisten können. Zu alledem ist seit einiger Zeit in Harare die Cholera ausgebrochen, welche sich rasch ausbreitet. Täglich sterben Hunderte von Personen binnen fünf Stunden, nachdem sie alles von sich geben mussten.

In dieser schwierigen Lage bitten wir den hl. Josef, uns zu schützen und von neuem die Herzen unserer Wohltäter zu rühren. Ein vierter LKW mit Lebensmitteln aus Südafrika ist in Vorbereitung. Ob er ankommen wird angesichts der sich ausweitenden Kriminalität?
Noch am letzten Sonntag kam mich eine Gläubige mit ihren beiden Kindern besuchen und bat mich, ob ich ihr nicht etwas Mais geben könne, denn seit zwei Tagen hätten sie nichts mehr zu essen.

Der liebe Gott vergelte Ihnen im voraus alles, was sie für unsere 600 Gläubigen tun werden.
Wenn wir zwar den „Gräuel der Verwüstung“ erfahren müssen, so haben wir dennoch auch Freuden. Vergangenen Samstag durfte ich 39 neue Gläubige taufen, und wir bereiten uns auf die Taufe von weiteren 40 am Ende des Monats vor.
Trotz aller Schwierigkeiten verstummt das Lachen nicht, und die Sehnsucht, katholisch zu werden, bleibt im Herzen vieler unserer Taufbewerber lebendig.

Abbé Pascal Gendron

 

Vor kurzem ist ein herrliches Album mit über 450 Farbfotos erschienen. Es ist dazu bestimmt, unserem Priorat zu helfen zu überleben. Es kostet darum 169 Euro, Versandkosten inbegriffen. Man kann es bestellen bei: Abbé Gendron, 28 rue de Saint-Trivier, 01090 Montmerle-sur-Saône, Frankreich. – Bitte richten Sie Ihre Spende an: Seminar Herz Jesu, Zaitzkofen, Raiffeisenbank Eggmühl, Kto.-Nr. 519766, BLZ 75069074,
IBAN:DE 50 7506 9074 0000 5197 66, BIC: GENODEF1EGI; oder: Priesterbruderschaft St. Pius X., Apostolat in Südafrika, Schwandegg, 6313 Menzingen, Schweiz
.

 
Überlebenskampf: „Wer rastet, verhungert"

Landbevölkerung in Simbabwe leidet bittere Not – Seit Monaten kein fließendes Wasser

Von Angus Shaw, AP

Die über 70-jährige Katy Phiri pickt einzelne Maiskörner vom Boden auf, die von einem Lastwagen gefallen sind. Sie hat seit drei Tagen nichts gegessen. Nicht weit entfernt stochert die neunjährige Rebecca in einem Termitenhügel, um Insekten für das Abendessen ihrer Familie zu sammeln. Solche Szenen sind Alltag im ländlichen Simbabwe. Während in der Hauptstadt Harare Regierung und Opposition seit Monaten um die Machtteilung ringen, leidet die Landbevölkerung bittere Not.

In einer Dorfschule im verarmten Bezirk Doma nordöstlich von Harare nehmen nur noch vier der ursprünglich 20 Kinder am Unterricht teil. Die wenigen Lehrer, die noch in der einst wohlhabenden Bergbauregion arbeiten wollen, werden von den Eltern mit Naturalien wie Getreide, Speiseöl, Ziegen oder Hühnern entlohnt. Eine Busfahrt zur nächsten Bank, wo die Lehrer ihr Gehalt abheben könnten, kostet mehr als ein Monatsgehalt.

Der fliegende Händler Shingirayi Chiyamite aus Harare reist durch das ganze Land, um Haushaltswaren gegen Getreide einzutauschen. Für ein 30 Zentimeter langes Stück Waschseife bekommt er nach eigenen Angaben zehn Kilogramm Mais. Doch es gibt kaum noch Dörfer, die überhaupt Getreide übrig haben. Wenn er wieder einmal fündig geworden ist, schleppt Chiyamite seine Einkäufe an die Landstraße und trampt zurück in die Hauptstadt. Einen Teil des Getreides behält er für seine Familie, den Rest verkauft er weiter und bricht dann zu seiner nächsten Tour auf: „Wer rastet, verhungert", sagt er.

An Informationen zu kommen, ist fast genauso schwierig wie an Nahrungsmittel. Mobiltelefone funktionieren allenfalls sporadisch, der staatliche Rundfunk sendet seit dem Frühjahr nicht mehr. In der Ortschaft Mhangura in Doma gibt es seit Monaten kein fließendes Wasser mehr. Die Bewohner laufen fünf Kilometer weit zu einem Staudamm, um Eimer und Benzinkanister mit Wasser aufzufüllen.

Einen Teil des knappen Wassers verwenden die Bewohner, um Leichname bis zur Beerdigung im nassen Sand zu konservieren. „Hier gibt es nichts mehr. Die Menschen sterben an Krankheiten und Hunger", sagt der Kaufmann Michael Zava aus Mhangura. „Jeden Tag wird jemand beerdigt." Genaue Angaben über die Zahl der Sterbefälle gibt es nicht, da sowohl das Krankenhaus als auch das Leichenschauhaus geschlossen sind.

Journalisten verirren sich nur selten in den Bezirk, der eine Hochburg der Partei ZANU-PF von Präsident Robert Mugabe ist und in dem es von dessen Informanten wimmelt. Wer Doma trotzdem besucht, erfasst die bittere Armut auf den ersten Blick. Schon bei Kindern sind die Haare völlig ergraut, ein Zeichen ihrer Mangelernährung. Die Erwachsenen sind völlig verschrumpelt und in Lumpen gehüllt. Manche Bewohner sammeln in ihrer Verzweiflung unverdaute Maiskörner aus Kuhmist auf, die sie waschen und anschließend essen. Geschlachtete Ziegen werden bis auf Knochen, Hufe und Zähne restlos verzehrt. Auch Grillen, Zikaden und Käfer werden gegessen.

Auch von der einst florierenden Landwirtschaft können sich die Bewohner von Doma inzwischen nicht mehr viel erhoffen. Viele von ihnen konnten sich kein Saatgut für das neue Jahr mehr leisten.

Katy Phiri setzt nach eigenen Worten nun alle Hoffnung in ihren Glauben. „Es ist das Einzige, was ich tun kann", sagt sie. „Ich habe noch nie so gehungert."

(Allgemeine Laberzeitung vom 21.11.2008)
Mgr. de Gallareta und P. Gendron mit Firmlingen
 
 
Sonntag,
30. November 2008:
Familiensonntag mit St. Nikolausfeier
ca. 11:40 Uhr
(nach dem Hochamt)
Vortrag über Erziehung
(Gleichzeitig werden die Kinder betreut, bzw. wird Katechismusunterricht gehalten)

12:30 Uhr

Gemeinsames Mittagessen
(Anmeldungen sind erwünscht, da das
Seminar eine kräftige Suppe anbietet.)

anschließend: Nikolausfeier
 
 
Gottesdienstordnung für die Zeit vom 23.11.2008 bis 7.12.2008

So

23.11.

Vierundzwanzigster und letzter Sonntag nach Pfingsten – II. class.

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

9:00

Uhr Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr lev. Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Mo

24.11.

Fest des hl. Johannes vom Kreuz, Bekenners und Kirchenlehrers;Gedächtnis des hl. Chrysogonus, Martyrer

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Di

25.11.

Fest der hl. Katharina, Jungfrau und Martyrerin

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Mi

26.11.

Fest des hl. Silvester, Abtes; Gedächtnis des hl. Petrus, Bischofs und Martyrers

 

7:15

Uhr stille hl. Messe

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Do

27.11.

Wochentag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Sakramentsandacht

Fr

28.11.

Wochentag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Kreuzweg

Sa

29.11.

Muttergottessamstag; Gedächtnis des hl. Saturninus, Martyrers;Beginn der Novene für das Fest der Unbefleckten Empfängnis

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Aussetzung des Allerheiligsten mit Rosenkranz; es bleibt ausgesetzt bis zum Sonntagmorgen

So

30.11.

Erster Adventsonntag Ad te levavi – I. class.; Familiensonntag

 

6:45

Uhr kurze Sakramentsandacht mit Einsetzung des Allerheiligsten

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

10:00

Uhr lev. Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper

Mo

1.12.

Wochentag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Di

2.12.

Fest der hl. Bibiana, Jungfrau und Martyrin; Gedächtnis des Wochentags

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Mi

3.12.

Fest des hl. Franz Xaver, Bekenners; Gedächtnis des Wochentags

 

7:15

Uhr stille hl. Messe

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Do

4.12.

Fest des hl. Petrus Chrysologus, Bischofs, Bekenners und Kirchenlehrers; Gedächtnis des Wochentags und der hl. Barbara, Jungfrau und Martyrin; Priesterdonnerstag

 

6:50

Uhr ges. Amt

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Sakramentsandacht

Fr

5.12.

Wochentag; Gedächtnis des hl. Sabbas, Abtes; Herz-Jesu-Freitag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:00

Uhr hl. Stunde

Sa

6.12.

Fest des hl. Nikolaus, Bischofs, Bekenners; Gedächtnis des Wochentags; Herz-Mariä-Sühnesamstag

 

6:30

Uhr Rorateamt

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

17:50

Uhr Aussetzung des Allerheiligsten

 

18:20

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

So

7.12.

Zweiter Adventsonntag Populus Sion – I. class.

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

9:00

Uhr Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr lev. Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Beichtgelegenheit: An Sonn- und Feiertagen ab 7:45 Uhr und auf Anfrage

Katechismus-Unterricht: sonntags von 9:00 – 9:45 Uhr

 
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