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Briefe und Bücher / Wochenbrief Nr. 17 aus 2007 DruckversionDruckversion  
 
Zaitzkofen, 24. November 2007

Der kleine Weg der kleinen Theresia

Zum 110. Todestag der hl. Theresia vom Kinde Jesu (†30.9.1897)

Liebe Gläubige!

Es wäre schade, das diesjährige Jubiläum der „größten Heiligen der Neuzeit“ (Pius X.) unerwähnt vorübergehen zu lassen, da die hl. Theresia nach den Worten Papst Pius XI. „ein neues Vorbild der Heiligkeit ist, das alle nachahmen können und müssen“. Ihr Leben und ihre Botschaft sind also ein Programm für uns Menschen von heute, das uns ganz konkret den Weg weist, wie es auch inmitten einer gottfernen Welt möglich ist, ein heiliges Leben zu führen. Wer also den Willen Gottes vollkommen erfüllen möchte – und dies ist ja unsere Pflicht –, der folge ganz einfach unserer liebenswürdigen Heiligen auf ihrem Kleinen Weg. Ohne Gefahr zu laufen, auf gewagte und unsichere Pfade zu geraten oder gar in die Irre zu gehen, wird er auf dem festen Grund des Evangeliums wandeln und sein Ziel mit Gewissheit erreichen.

Der Weg der geistlichen Kindschaft nimmt seinen Ausgang in den Worten Unseren Herrn Jesus Christus: „Da rief er ein Kind herbei, stellte es mitten unter sie und sagte: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, werdet ihr keinesfalls in das Himmelreich eingehen. Wer sich nun erniedrigt wie dieses Kind, der ist der Größte im Himmelreich“ (Mt 18,3).

Klein werden wie ein Kind ist also einerseits Bedingung für den Eintritt ins Himmelreich, andererseits aber auch der Weg, um sogar heilig („der Größte im Himmelreich“) zu werden.
Dieser von der hl. Theresia neu entdeckte und auf anziehendste Weise vorgelebte Weg der geistigen Kindschaft besteht in einem Dreiklang, der gleichsam als Pilgergesang unsere Reise zum himmlischen Jerusalem begleitet und als Gott wohlgefälliger Lobpreis zum Himmel emporsteigt. Und dies sind die drei Klänge:

1) Die Demut: Wie ein Kind müssen wir unsere eigene Schwäche und Unzulänglichkeit eingestehen. Ehrliche Wahrheitsliebe wird uns von den Illusionen befreien, in welchen so viele Menschen leben, die meinen, aus eigener Kraft etwas zu sein oder zu vermögen und die sich auf dieses Hirngespenst erst noch etwas einbilden. Die tägliche Erfahrung unseres Versagens belehrt uns ja eines anderen und öffnet uns die Augen für die Realität: als gefallene und von der Erbsünde verwundete Menschen bleiben wir hinfällig und der göttlichen Hilfe bedürftig.

2) Das Vertrauen: Doch weit entfernt, durch die Erfahrung unserer Schwäche kleinmütig zu werden, blicken wir vertrauensvoll auf Gott, wie ein Kind, das auf seine Eltern schaut und von ihnen sorglos alles erwartet. Solange es sich bei ihnen weiß, fürchtet es nichts. Erst deren Abwesenheit müsste es erschrecken und ängstigen. So kennt auch die mit Jesus und Maria verbundene Seele keine Furcht und wird selbst in den größten Schwierigkeiten den Mut nicht verlieren. Einzig der Verlust Gottes müsste sie aufs Tiefste erschrecken.

3) Die Hingabe: In diesem unerschütterlichen Gottvertrauen wird sie wie ein Kind Gott sorglos *) und fröhlich dienen und den beständigen Wunsch hegen, ihrem himmlischen Vater und ihrer himmlischen Mutter auf tausenderlei Weisen ihre Liebe und Dankbarkeit zu beweisen.

Die hl. Theresia findet für diesen Dreiklang der Liebe folgende schöne Worte, die man eine griffige Definition ihres Weges bezeichnen könnte: „Der Weg, den ich die Seelen lehren will, ist der Weg des Vertrauens und der Hingabe. Wir haben nur Eines zu tun: Jesus die Blumen der kleinen Opfer zu streuen.“ – Wer könnte bestreiten, dass unser Heilige die Inspiration für ihre Definition wiederum im Evangelium gefunden hat? Spricht nicht unser Heiland von der Treue im Kleinen und lobt Er nicht den guten und treuen Knecht, der über Weniges getreu war und darum in die Freude des Herrn eingehen durfte (Mt 25,21)?

Möge doch unsere arme Menschheit, die von Hochmut und Egoismus, Zukunftsangst und Hoffnungslosigkeit gequält wird, die bezaubernde Melodie dieses Dreiklangs der Liebe wieder vernehmen, die allein Trost und Zuversicht für die Herzen bringt und den Weg zum wahren Glück weist.

 
P. Stefan Frey
 

*) gemäß 1 Petr 5,7: „Werft all eure Sorgen auf den Herrn, und Er wird für euch
sorgen!“

Sonntag, 9. Dezember: Familiensonntag mit St. Nikolausfeier

- ca. 11.40 Uhr:
(nach dem Hochamt)

Vortrag über Erziehung
(Gleichzeitig werden die Kinder betreut, bzw. wird
Katechismusunterricht gehalten.)

- 12.30 Uhr:

Gemeinsames Mittagessen (Anmeldungen sind erwünscht,
da das Seminar eine kräftige Suppe anbietet.)

- anschließend:

Nikolausfeier

 
Gottesdienstordnung für die Zeit vom 25.11.2007 bis 9.12.2007

So

25.11.

Vierundzwanzigster und letzter Sonntag nach Pfingsten – II. class.

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

9:00

Uhr Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr  Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Mo

26.11.

Fest des hl. Silvester, Abtes; Gedächtnis des hl. Petrus, Bischofs u. Martyrers

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Di

27.11.

Wochentag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Mi

28.11.

Wochentag

 

7:15

Uhr stille hl. Messe

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Do

29.11.

Wochentag; Gedächtnis des hl. Saturninus, Martyrers; Beginn der Novene für das Fest der Unbefleckten Empfängnis

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Sakramentsandacht

Fr

30.11.

Fest des hl. Andreas, Apostels – II. class.

 

6:50

Uhr ges. Amt

 

17:15

Uhr  Abendmesse

 

18:30

Uhr Sakramentsandacht

Sa

1.12.

Muttergottessamstag; Herz-Mariä-Sühnesamstag

 

6:50

Uhr ges. Amt

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Aussetzung des Allerheiligsten mit Rosenkranz; es bleibt ausgesetzt bis zum Sonntagmorgen

So

2.12.

Erster Adventsonntag Ad te levavi – I. class.

 

6:45

Uhr kurze Sakramentsandacht mit Einsetzung des Allerheiligsten

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

9:00

Uhr Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper

Mo

3.12.

Fest des hl. Franz Xaver, Bekenners; Gedächtnis des Wochentags

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Di

4.12.

Fest des hl. Petrus Chrysologus, Bischofs, Bekenners und Kirchenlehrers; Gedächtnis des Wochentags und der hl. Barbara, Jung-frau u. Martyrerin

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Mi

5.12.

Wochentag; Gedächtnis des hl. Sabbas, Abtes

 

6:30

Uhr Rorateamt, anschl. Prim

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Do

6.12.

Fest des hl. Nikolaus, Bischofs, Bekenners; Gedächtnis des Wochentags; Priesterdonnerstag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Sakramentsandacht

Fr

7.12.

Fest des hl. Ambrosius, Bischofs, Bekenners  und Kirchenlehrers; Gedächtnis des Wochentags; Herz-Jesu-Freitag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:00

Uhr hl. Stunde

Sa

8.12.

Fest der Unbefleckten Empfängnis der allerseligsten Jungfrau Maria, Patronatsfest der Seminarkapelle – I. class.; Gedächtn. des Wochentags

 

7:25

Uhr hl. Messe

 

9:30

Uhr Pontifikalamt von S.E. Mgr. Bernard Tissier de Mallerais mit Aufnahme von Seminaristen in die Priesterbruderschaft St. Pius X.

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

So

9.12.

Zweiter Adventsonntag Populus Sion – I. class.

 

8:00

Uhr  hl. Messe

 

9:00

Uhr  Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

 

Beichtgelegenheit: An Sonn- und Feiertagen ab 7:45 Uhr und auf Anfrage

Katechismus-Unterricht: Sonntags von 9:00 – 9:45 Uhr

 
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