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Zaitzkofen, 24. Okt. 2009 |
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| Die Weihe Russlands an das Unbefleckte Herz Mariens |
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Liebe Gläubige! |
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Am 13. Oktober haben wir im Rahmen der Fatima-Lichterprozession die Weihe des Seminars an das Unbefleckte Herz Mariens erneuert. Dabei schlossen wir auch Sie, die Sie ja unserer geistlichen Familie angehören, ein und empfahlen Sie dem reinsten Herzen der Gottesmutter. |
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Diese „Weihe im Kleinen“ lenkt unsere Augen hin auf die längst erwartete und seit bald 80 Jahren von U.L. Frau von Fatima geforderten „Weihe im Großen“, der Weihe Russlands durch den Papst im Verein mit allen Bischöfen der Welt. Diese Weihe ist das ersehnte Ziel des von unserem Generaloberen ausgerufenen Gebetskreuzzugs der 12 Millionen Rosenkränze, der noch bis zum 25. März 2010 andauern wird. |
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Der Rosenkranzmonat Oktober sei uns allen Ansporn, unseren Eifer im Gebrauch dieser in der Geschichte tausendfach bewährten übernatürlichen Waffe des Rosenkranzes zu verdoppeln. Er sei uns aber auch Anlass, über die Bedeutung dieser Weihe Russlands an das Unbefleckte Herz nachzudenken. Warum spielt sie in der Botschaft Fatimas eine so entscheidende Rolle? Ist sie in der heutigen Zeit nach dem (scheinbaren) Zusammenbruch des russischen Kommunismus überhaupt noch aktuell? |
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Die aktuelle Bedeutung der Weihe Russlands |
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Ein Blick auf die Chronologie der Bitten U.L. Frau von Fatima wird uns Aufschluss geben. Am 13. Juli 1917, inmitten des ersten Weltkriegs kündigt die Gottesmutter bei ihrer zweiten Erscheinung in Fatima die Einführung der „Andacht zu meinem Unbefleckten Herzen in der Welt“ an, um die Sünder zu retten. Sie verspricht das Ende des Krieges, weist aber auf einen „neuen, noch schrecklicheren“ hin, „wenn man nicht aufhört, den Herrn zu beleidigen“. „Um das zu verhindern, werde ich kommen mit der Bitte, Russland meinem Unbefleckten Herzen zu weihen und die Sühnekommunion am ersten Samstag des Monats einzuführen. Wenn man meine Bitten erfüllt, wird sich Russland bekehren und es wird Friede sein. Wenn nicht, so wird es (Russland) seine Irrtümer in der Welt verbreiten, Kriege und Verfolgungen der Kirche hervorrufen; die Guten werden gemartert werden; der Heilige Vater wird viel zu leiden haben. Mehrere Nationen werden vernichtet werden... [Drittes Geheimnis] Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.“ |
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Am 13. Juni 1929 machte die heiligste Jungfrau ihre Ankündigung, wiederzukommen wahr, als sie in Tuy zu Schwester Lucia sprach: „Der Augenblick ist gekommen, an dem Gott verlangt, dass der Heilige Vater die Weihe Russlands an mein Unbeflecktes Herz vornimmt und anordnet, dass alle Bischöfe der Welt dies in Vereinigung mit ihm und zu gleicher Zeit vornehmen‘, in dem Er verspricht, es wegen dieses Tages der weltweiten Übung des Gebetes und der Buße zu bekehren.“ – Im Mai 1930 wurde diese neue Offenbarung an Papst Pius XI. übermittelt.
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Weltweite Ausbreitung des Kommunismus |
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Leider ist der Papst auf die Forderungen der heiligsten Jungfrau nicht eingegangen, obwohl er von den Greueln der Christenverfolgung in Russland wusste. Er hätte die Macht und den Auftrag gehabt, das Schicksal der Völker im 20. Jahrhundert zu wenden. Denn nach der Verheißung Mariens hätten ganz offensichtlich sowohl der zweite Weltkrieg wie auch die weltweite Ausbreitung des Kommunismus verhindert werden können und der Welt wäre Frieden geschenkt worden. Warum Pius XI. trotz wiederholter Aufforderung des Himmels nicht reagierte (und ebenso wenig seine Nachfolger), ist schwer begreiflich und bleibt letztlich ein Geheimnis der göttlichen Zulassung. Auf jeden Fall sind die Strafandrohungen von Fatima in aller Wucht in Erfüllung gegangen. Der gottlose Kommunismus ist zur Grundursache aller Übel der vergangenen Jahrzehnte geworden und brachte über die ganze Welt grauenhaftes körperliches und seelisches Elend. Bis heute führt diese abscheulichste aller Häresien in ihren verschiedenen Spielarten bis hin zum liberalen Sozialismus ihr Zerstörungswerk in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens fort*, und ein Ende ist noch keineswegs abzusehen.
*) Die sog. „Neue Pädagogik“ mit ihrem antiautoritären Erziehungsmodell ist beispielsweise das Werk der marxistischen „Frankfurter Schule“, die eng in Kontakt mit Moskau stand.
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Erst der Gehorsam gegenüber den Bitten der Gottesmutter von Fatima wird die ersehnte Wende bringen. Darüber kann kein Zweifel bestehen. Denn im Mai 1952 sagte die Gottesmutter zu Schwester Lucia: „Teile dem Heiligen Vater mit, dass ich immer noch auf die Weihe Russlands an mein Unbeflecktes Herz warte. Ohne diese Weihe kann sich Russland nicht bekehren, und die Welt wird keinen Frieden haben.“ |
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Gott will den Triumph des Unbefleckten Herzens |
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Die Frage sei hier erlaubt, warum wohl der Himmel mit so beharrlichem Nachdruck auf dieser geforderten Weihe besteht und sie zur unerlässlichen Bedingung für den Sieg über die Mächte der Hölle macht? Unser Herr Jesus Christus gab Schwester Lucia dafür die Erklärung (Mai 1936): „Weil ich will, dass meine ganze Kirche diese Weihe als einen Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens anerkenne, damit so ihre Verehrung verbreitet werde und damit neben der Andacht zu meinem Göttlichen Herzen die Andacht zum Unbefleckten Herzen ihren Platz finde.“ - „Das Unbefleckte Herz Mariens wird Russland retten. Es [Russland] ist ihm anvertraut.“ |
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Aus dieser Antwort leuchtet wunderbar die zärtliche Sohnesliebe des Herrn: Die Ehre seiner ganz heiligen Mutter und die Gnadenvermittlung durch ihre Hände sind ihm ein ganz vorrangiges Anliegen. Maria soll von allen Geschöpfen erkannt, geehrt und geliebt werden. Im ewigen Heilsplan Gottes ist es festgeschrieben, dass Maria über alle Häresien und über den Teufel triumphiere! Bereits unmittelbar nach dem Sündenfall im Paradies ist diese himmlische Strategie tröstend verkündet worden (Gen 3,15); und Ludwig Maria Grignion von Montfort sagte, dieser schon zu Beginn der Menschheitsgeschichte angekündigte Sieg meint ganz besonders jenen endzeitlichen Sieg Mariens. Der verheißene Triumph des Unbefleckten Herzens wird sich darum nicht nur auf Russland beziehen, sondern eine universale weltweite Dimension haben. |
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Der weltweite Triumph Mariens |
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Diese Tatsache wurde von manchen Heiligen in prophetischer Schau vorausgesehen. So sagte der hl. Maximilian Kolbe: „Dann werden die Häresien und Schismen aufgelöst werden, und die verhärteten Sünder werden, dank der Immaculata, zu Gott zurückkehren“. Dann wird „die Immaculata die Königin der ganzen Welt werden [...] und jedes einzelnen im besonderen.“ Und der hl. Grignion spricht von „einer kommenden Erneuerung der Kirche“, einer „Sintflut der Gnade und Liebe, die sich über die Erde ergießen wird.“ „Dann wird nur noch ein Schafstall und ein Hirte sein“ (Prophetisches Flammengebet). |
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Ein solcher Blick in die Zukunft ist natürlich überaus tröstlich und begeisternd. Wir haben also keinen Grund, in der gegenwärtigen Zeit des allgemeinen Zusammenbruchs den Kopf hängen zu lassen, im Gegenteil, durch unsere restlose Hingabe an Jesus durch Maria dürfen und sollen wir unseren kleinen Beitrag leisten, um den großen Triumph der geeinten Herzen Jesu und Mariä vorzubereiten. |
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Die Pilgermadonna in Zaitzkofen |
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Ganz in dieser Sichtweise begründet ist vor einigen Jahren die glückliche Initiative geboren worden, eine Fatima-Pilgermadonna in unserer Priesterbruderschaft zu „Eroberungszügen“ aufbrechen zu lassen. Hier in Deutschland wurde anlässlich der Wallfahrt nach Fulda im September eine Pilgerstatue gekrönt, die nun im Wochenrythmus unsere Priorate und Kapellen besucht. Bei uns im Seminar wird sie am Samstag, den 28. November eintreffen. Die erste Adventswoche soll also eine marianische Missionswoche werden, worauf wir uns noch in besonderer Weise vorbereiten wollen. |
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Mit priesterlichem Segensgruß |
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P. Stefan Frey |

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| Armen-Seelen Ablässe |
Ein Vollablass (unter den gewöhnlichen Bedingungen), der aber nur den Seelen im Fegfeuer zugewendet werden kann, ist ausgesetzt für den Besuch des Friedhofs und das Gebet für die Verstorbenen an jedem einzelnen Tag zwischen dem 1. und 8. November je einschließlich. Am Allerseelentag kann derselbe Ablass gewonnen werden durch den Besuch einer Kirche oder öffentlichen Kapelle.
Das Gebet für die Armen Seelen und das Gewinnen von Ablässen für die Linderung ihrer Leiden ist ein Gott sehr wohlgefälliges Werk und erlangt uns selbst dazuhin viele Gnaden. |
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