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Briefe und Bücher / Wochenbrief Nr. 13 aus 2008 DruckversionDruckversion  
Zaitzkofen, den 13. September 2008
 
Sei gegrüßt, o Kreuz, einzige Hoffnung!
 
Liebe Gläubige!

Mit dem morgigen Fest Kreuz Erhöhung beginnt das neue Studienjahr des Seminars. Kein anderer Tag wäre dafür passender als dieser. Denn die „heilbringende Herrlichkeit des Kreuzes“ (Sekret der Messe) offenbart den Seminaristen den Mittel- und Zielpunkt ihrer Ausbildung zum Priestertum. Das Seminarleben ist gleichsam eine Prozession hin zum Altar, dem mystischen Kalvarienberg, auf welchem täglich das hochheilige Kreuz Christi aufgerichtet wird. Dazu wird der Priester ja geweiht, dass er das Erlösungsopfer des Heilandes erneuere und dessen überreiche Früchte an die Menschen ausspende. Durch die tägliche hl. Messe erschließt der Priester die Quelle aller Gnaden, die seit 2000 Jahren Ausgangspunkt der ganzen christlichen Zivilisation ist. Die hl. Messe ist aber auch der Ort des Einswerdens mit dem göttlichen Schlachtopfer; hier bringt sich der Priester selbst zum Opfer dar, um so das Werk der Erlösung auch durch sein persönliches Leben fortzusetzen.

Aber auch Sie, liebe Gläubige, sind berufen, sich in jeder hl. Messe in und mit dem Heiland dem himmlischen Vater als lebendige Opfergabe darzubringen, und aus der Kraft des hochheiligen Kreuzes werden Sie den Mut schöpfen, ihr eigenes Kreuz zu tragen. Das Kreuz hat eine unschätzbare geheimnisvolle Wirkkraft für die persönliche Heiligung und die Bekehrung der Seelen! Und wer weiß, warum er das Kreuz zu tragen hat, wird es ganz anders tun – mit Ergebenheit, ja sogar mit Freude – als jene, die in ihm bloß eine grausame Fügung des Schicksals erblicken. Selbstverständlich ist das Kreuz nicht Endziel des christlichen Lebens, genauso wenig wie es der Karfreitag für Christus war. Aber es ist der Weg, der einzige Weg, der zur Auferstehung mit Christus und somit zum ewigen Leben führt.

Man kann die Bedeutung der hl. Messe und des Kreuzes für das christliche Leben nie hoch genug einschätzen. Darum hat Erzbischof Lefebvre auch so entschieden gekämpft für die Erhaltung dieses Messopfers, als das Ungeheuerliche geschah, da man einen Messritus geschaffen hatte, in welchem alles, was an das Kreuz erinnerte, eliminiert war. Die neue Messe ist Frucht eines ganz neuen (Un)Glaubens: man wollte ein bequemes Christentum ohne Kreuz, ohne Opfer und Anstrengung. Das aber ist unmöglich und radikal dem Geist Christi entgegengesetzt, der uns ja auffordert, uns täglich selbst zu verleugnen und das Kreuz Ihm nachzutragen. Somit musste die „Liturgiereform“ unweigerlich in den Ruin führen, wie wir es seit Jahren allenthalben auch tatsächlich feststellen müssen.

Doch vor genau einem Jahr tauchte ein Hoffnungsschimmer auf. Die offizielle Freigabe der alten Messe durch das päpstliche Motu proprio war zwar mit Nachteilen verbunden und wurde von den Bischöfen brutal bekämpft, doch trotz aller Widerstände blieben die guten Früchte nicht aus. Mehr und mehr Priester freunden sich mit der alten Messe an und lernen den Ritus, teilweise zelebrieren sie sie (fast) ausschließlich. Und sie entdecken dadurch ihr Priestertum! Langsam entstehen um ihre Opferaltäre kleine Oasen der Christenheit. – Gewiss ist der Weg noch sehr weit, bis die Kirche aus den Trümmern des Irrwahns und der Dekadenz zu neuer Blüte auferstanden sein wird, doch kleine Teilerfolge sollen uns ermutigen, tapfer weiterzukämpfen. „Die Soldaten kämpfen, Gott gibt den Sieg“ (hl. Jeanne d’Arc).

Es freut mich, Ihnen zum Schluss noch die Neubesetzungen hier im Seminar bekannt zu geben. Mit „Swiss-Power“ starten wir ins neue Schuljahr: Der Walliser P. François Berthod, der bislang in Oberriet tätig gewesen ist, wird an Stelle von P. Jean-Dominique künftig Philosophie und Apologetik unterrichten, und Bruder Michael aus Solothurn ist von der Schule Saarbrücken gekommen, um die Lücke auszufüllen, die Br. Marcus zurückgelassen hat. Beiden wünschen wir für ihre neue Aufgabe viel Freude und Gottes reichsten Segen.

Das neue Studienjahr ganz herzlich Ihrem Gebet empfehlend, grüßt Sie in Christus und seiner heiligsten Mutter, mit priesterlichem Segen

Ihr P. Stefan Frey
 
 
 
Gottesdienstordnung für die Zeit vom 14.9.2008 bis 28.9.2008

So

14.9.

Fest Kreuzerhöhung – II. class.

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

10:00

Uhr lev. Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Mo

15.9.

Fest der Sieben Schmerzen der allerseligsten Jungfrau Maria – II. class.; Gedächtnis des hl. Nikomedes, Martyrers; Patrozinium der Oblatinnen der Priesterbruderschaft St. Pius X.

 

6:50

Uhr ges. Amt

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:00

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Di

16.9.

Fest des hl. Kornelius,Papstes und Martyrers und des hl. Cyprian, Bischofs und Martyrers; Gedächtnis der hll. Euphemia, Jungfrau, Lucia und Geminianus, Martyrer

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:00

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Mi

17.9.

Wochentag; Gedächtnis der Stigmatisierung des hl. Franz von Assisi, Bekenners

 

7:15

Uhr stille hl. Messe

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:00

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Do

18.9.

Fest des hl. Josef von Cupertino, Bekenners

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:00

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Fr

19.9.

Fest des hl. Januarius, Bischofs und Martyrers, und seiner Gefährten, Martyrer

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:00

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Sa

20.9.

Muttergottessamstag; Gedächtnis des hl. Eustachius und seiner Gefährten, Martyrer

 

7:15

Uhr hl. Messe

 

10:30

Uhr ges. Amt

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

So

21.9.

Neunzehnter Sonntag nach Pfingsten – II. class.; Gedächtnis der hl. Matthäus, Apostels und Evangelisten; Ewige Anbetung in der Priesterbruderschaft St. Pius X.

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

9:00

Uhr Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr lev. Hochamt, anschl. Aussetzung des Allerheiligsten bis nach der Vesper

 

18:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Mo

22.9.

Fest des hl. Thomas von Villanova, Bischofs und Bekenners; Gedächtnis der hll. Mauritius und Gefährten, Martyrer

 

6:50

Uhr Votivmesse vom Hl. Geist

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Di

23.9.

Fest des hl. Linus, Papstes und Martyrers;  Gedächtnis der hl. Thekla, Jungfrau, Martyrin

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Mi

24.9.

Quatembermittwoch – II. class.; Gedächtnis Mariä von der Erlösung der Gefangenen

 

7:15

Uhr stille hl. Messe

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Do

25.9.

Wochentag

 

7:15

Uhr ges. Requiem für die verstorbenen Freunde und Wohltäter

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Sakramentsandacht

Fr

26.9.

Quatemberfreitag – II. class.; Gedächtnis des hl. Cyprian, Martyrers und der hl. Justina, Jungfrau und Martyrin

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Kreuzweg

Sa

27.9.

Quatembersamstag - II. class.; Gedächtnis der hll. Kosmas und Damian, Martyrer

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

So

28.9.

Zwanzigster Sonntag nach Pfingsten - II. class.;
Einkleidung unseres Bruderpostulanten

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

9:00

Uhr Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr lev. Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Beichtgelegenheit: An Sonn- und Feiertagen ab 7:45 Uhr und auf Anfrage

Katechismus-Unterricht: sonntags von 9:00 – 9:45 Uhr

 
 
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