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Briefe und Bücher / Wochenbrief Nr. 12 aus 2007 DruckversionDruckversion  
Zaitzkofen, 14. September 2007

„Sehet das Zeichen des Kreuzes!“

Liebe Gläubige!

Am heutigen Fest der Erhöhung des heiligen Kreuzes tritt das Motu Proprio Summorum pontificum Papst Benedikt XVI. vom 7. Juli in Kraft. Der Tag ist gut gewählt. Denn man darf den päpstlichen Akt der Befreiung der „alten Messe“ mit Recht als eine Kreuzerhöhung in der Kirche bezeichnen. Und damit hat der Papst – ob bewusst oder unbewusst – den wunden Punkt der heutigen Krise in Kirche und Gesellschaft berührt. Warum geht es heute in der Kirche so schlecht? Warum fallen die Menschen massenweise vom Glauben ab? Warum die Dekadenz der Jugend? Im tiefsten liegt der Grund in der Verwerfung des Kreuzes Christi.

Das 2. Vatikanische Konzil hat eine anspruchslose und angenehme Religion angeboten. Seither predigt man einen Glauben ohne Kreuz, Anstrengung und Buße. Alles ist erlaubt. Höchster Wert des Menschen ist die Freiheit. Sünde gibt es nicht mehr oder sie wird nach gut-protestantischer Manier als eine naturnotwendige Sache dargestellt, die Gott nicht beleidigt. Somit ist keine Sühne notwendig, und das Leiden Christi ist darum kein Sühneopfer, sondern bloß noch eine Offenbarung der Liebe Gottes. Da jeder gerettet ist, muss man auch nichts besonderes tun, um in den Himmel zu kommen. – Auf liturgischer Ebene hat man entsprechend die Konsequenzen gezogen: Die Kreuzwegbilder wurden aus den Kirchen eliminiert.

Die hl. Messe, die in ihrer Substanz ja mit dem Kreuzesopfer Christi identisch ist, wurde zu einer inhaltsleeren Mahlfeier der Gemeinde verunstaltet. Durch diese gottlosen Winkelzüge modernistischer Neuerer hat man der katholischen Religion genau das geraubt, was ihr tiefstes Wesen und ihr höchster Schatz darstellt: die gekreuzigte Liebe Christi, das geöffnete Herz Jesu. Wenn man der Kirche das Herz entreißt, wen wundert’s, dass sie sich in Todesnöten windet. Wen wundert’s, dass der Teufel, der ja durch das Kreuz besiegt wurde, heute überall seine Triumphe feiert? Kann es für die arme Christenheit eine andere Rettung geben, als dass man ihr das Herz wieder einpflanzt, m.a.W. das Kreuz wieder aufrichtet?

Insofern bedeutet das päpstliche Motu proprio ein Schritt in die gute Richtung. Gewiss: die Probleme sind damit längst noch nicht gelöst, die Irrlehren und Laster längst noch nicht ausgerottet. Aber ein Anfang ist gemacht. Die Quelle der Gnade und Heiligkeit steht wieder offen. Alle Priester guten Willens werden nun aus ihr schöpfen können. Durch die Zelebration der wahren Messen werden sie das Geheimnis des Kreuzes (neu) entdecken und dessen umgestaltende Kraft erfahren. Sie werden beginnen, diese Neuentdeckung auch an die Gläubigen weiterzugeben, so dass die gekreuzigte Liebe wieder in den Herzen möglichst vieler Menschen seine milde Herrschaft antreten kann.

Somit ist uns das Motu Proprio – bei all den Wermutstropfen, die es auch enthält (die Heiligkeit der neuen Messe darf z.B. nicht angezweifelt werden) – Anlass zur Freude und Dankbarkeit. Sei es auch Anlass zu neuem Eifer. Mögen wir selbst das hl. Messopfer immer mehr schätzen, immer begieriger aus diesem Quell aller Gnaden schöpfen, uns von der Liebe Christi entflammen lassen. Dann werden wir auch unser persönliches Kreuz tapfer tragen und zur Erneuerung der Kirche sowie der Rettung der Seelen umso wirksamer beitragen können.

„Herr, schütze Dein Volk durch das Zeichen des heiligen Kreuzes vor den Nachstellungen all seiner Feinde; dann wird unser heiliger Dienst Dir angenehm sein und unser Opfer Dir wohlgefallen, alleluja“ (Offertorium von Fest Kreuzerhöhung).

In der Liebe des gekreuzigten Herrn und seiner schmerzhaften Mutter grüßt Sie mit priesterlichem Segen

Ihr P. Stefan Frey
 

Der Religionsunterricht für Kinder und die Glaubensvorträge beginnen
wieder am Sonntag, 23. September um 9 Uhr.

Nächste Fußwallfahrt für Berufungen: Sonntag, 14. Okt. 2007.

Nächster Familiensonntag: Sonntag, 21. Okt. 2007.

 
Gottesdienstordnung für die Zeit vom 16.9.2007 bis 30.9.2007

So

16.9.

Sechzehnter Sonntag nach Pfingsten – II. class.

8:00

Uhr hl. Messe

9:00

Uhr kein Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr lev. Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Mo

17.9.

Gedächtnis der Stigmatisierung des hl. Franziskus

 

6:50+ 7:30

Uhr hl. Messe

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:00

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Di

18.9.

Fest des hl. Josef von Cupertino, Bekenners

 

6:50+ 7:30

Uhr hl. Messe

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:00

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Mi

19.9.

Quatembermittwoch – II. class.; Gedächtnis des hl. Januarius, Bischofs und Martyrers, und seiner Gefährten, Martyrer

 

6:50+ 7:30

Uhr hl. Messe

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:00

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Do

20.9.

Fest des hl. Eustachius und seiner Gefährten, Martyrer

 

6:50+ 7:30

Uhr hl. Messe

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:00

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Fr

21.9.

Fest des hl. Matthäus, Apostels und Evangelisten – II. class.
Quatemberfreitag

 

6:50+ 7:30

Uhr hl. Messe

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:00

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Sa

22.9.

Quatembersamstag - II. class.; Gedächtnis des hl. Thomas von Villanova, Bischofs und Bekenners

 

6:50+ 7:30

Uhr hl. Messe

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:00

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

So

23.9.

Siebzehnter Sonntag nach Pfingsten – II. class; Ewige Anbetung in der Priesterbruderschaft St. Pius X.

8:00

Uhr hl. Messe

 

9:00

Uhr Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr lev. Hochamt, Einkleidung eines Bruderpostulanten, anschließend Aussetzung des Allerheiligsten bis nach der Vesper

18:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Mo

24.9.

Gedächtnis der allerseligsten Jungfrau Maria vom Loskauf der Gefangenen

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Di

25.9.

Wochentag

 

7:15

Uhr ges. Requiem für die verstorbenen Freunde und Wohltäter

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Mi

26.9.

Wochentag; Gedächtnis des hl. Cyprian, Martyrers und der
hl. Justina, Jungfrau und Martyrerin

 

7:15

Uhr stille hl. Messe

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Do

27.9.

Fest der hll. Kosmas und Damian, Martyrer

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Sakramentsandacht

Fr

28.9.

Fest des hl. Wenceslaus, Herzogs und Martyrers

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Kreuzweg

Sa

29.9.

Fest des hl. Erzengels Michael, Patron Deutschlands – I. class.;   Fest der Brüder der Priesterbruderschaft St. Pius X.    

 

7:25

Uhr hl. Messe

 

10:00

Uhr lev. Hochamt mit Gelübdeerneuerung der Brüder

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

So

30.9.

Achtzehnter Sonntag nach Pfingsten – II. class.;

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

9:00

Uhr Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr lev. Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

 

Beichtgelegenheit: An Sonn- und Feiertagen ab 7:45 Uhr und auf Anfrage

Katechismus-Unterricht: Sonntags von 9:00 – 9:45 Uhr

 
 
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