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Briefe und Bücher / Wochenbrief Nr. 10 aus 2009 DruckversionDruckversion
 
Zaitzkofen, 6. Juni 2009
 
Das „schaudervolle Geheimnis“

Liebe Gläubige!

Als Vorbereitung auf das Fronleichnamsfest seien Ihnen einige der herrlichen Ausführungen der heiligen Kirchenväter über die heiligste Eucharistie dargeboten, die auf eindrückliche Weise belegen, daß der Glaube an das hl. Messopfer als Vergegenwärtigung des Erlösungsopfers Christi in der Kirche von Anfang an lebendig war.

Schon die ältesten kirchlichen Schriftstücke sprechen von der Eucharistie als von einem Opfer. So lesen wir in der um 100 n. Chr. geschrieben Didache: „Am Tage des Herrn versammelt euch, brechet das Brot und saget Dank, nachdem ihr zuvor eure Sünden bekannt habt, damit euer Opfer rein sei … Denn so lautet der Ausspruch des Herrn: ‚An jedem Ort und zu jeder Zeit soll man mir darbringen ein reines Opfer, weil ich ein großer König bin, spricht der Herr, und mein Name wunderbar ist bei den Völkern’ [Mal 1,11]“ (Kap. 14, BKV: Apostolische Väter. S. 15).

Im 3. Jh. widmet der hl. Cyprian von Karthago († 258) seinen 63. Brief der Lehre vom Meßopfer. „Denn wenn Christus Jesus, unser Herr und Gott, selbst der höchste Priester Gottes, des Vaters, ist und sich selber dem Vater als Opfer dargebracht und geboten hat, daß dies zu seinem Gedächtnis geschehe, so vertritt doch sicherlich nur jener Priester in Wahrheit Christi Stelle, der das, was Christus getan hat, nachahmt, und er bringt in der Kirche Gott, dem Vater, ein wahres und vollkommenes Opfer nur dann dar, wenn er es in der Weise tut, wie er sieht, daß Christus selbst es dargebracht hat“ (Kap. 14; BKV II, S. 267).

Besonders schön ist auch ein Wort des hl. Gregor von Nazianz († 390), das er dem Priester zuruft: „Zögere nicht für uns zu beten und zu flehen, wenn du durch dein Wort den Logos herabziehst, wenn du auf unblutige Weise den Leib und das Blut des Herrn scheidest, indem du das Wort [= die Wandlungsworte] als Schwert gebrauchst“ (Ep. 171 ad Amphil. PG 37, 280; RJE 1019).

Beim hl. Johannes Chrysostomus († 407), dem „doctor eucharistiae“, finden wir besonders realistische Aussagen: „Wenn du siehst, wie der Herr geopfert daliegt und wie der Priester vor dem Opfer steht und betet und wie alle mit jenem kostbaren Blute gerötet werden: glaubst du da noch, unter Menschen zu sein und auf Erden zu weilen? Fühlst du dich da nicht vielmehr gleich in den Himmel entrückt? O über die Menschenliebe Gottes! Der mit dem Vater in der Höhe thront, wird in jener Stunde von den Händen aller gefasst…Willst du noch aus einem anderen Wunder die überschwängliche Heiligkeit dieses ganzen Vorgangs ersehen? Stelle dir den Elias vor Augen! Eine zahlreiche Volksmenge umringt ihn, das Opfer liegt auf den Steinen, alle übrigen verharren in Ruhe und tiefem Schweigen, nur der Prophet allein betet. Da fällt plötzlich die Flamme vom Himmel auf das heilige Opfer hernieder. Das war wunderbar und erregte allgemeines Erstaunen. Wende dich nun von dort zu dem, was  jetzt bei uns vollzogen wird. Und du wirst nicht bloß Wunderbares erblicken, sondern etwas, das über alles Erstaunen weit hinausgeht. Denn hier steht der Priester da und zieht nicht Feuer, sondern den Heiligen Geist herab. Er verrichtet das lange Bittgebet, nicht daß eine Flamme vom Himmel sich entzünde und die daliegenden Gaben verzehre, sondern auf daß die Gnade auf das Opfer herabfalle, durch dasselbe die Seelen aller entflamme und sie in hellerem Glanze erstrahlen lasse als im Feuer geläutertes Silber. Wer sollte nun dieses schaudervolle Geheimnis hochmütig verachten können, er müßte denn ganz und gar verrückt und von Sinnen sein? Oder weißt du nicht, daß keine menschliche Seele diese Opferflamme jemals ertragen hätte, sondern daß alle vollständig vernichtet würden, wenn ihnen nicht Gott zu Hilfe käme mit seiner mächtigen Gnade?“ (Über das Priestertum III, 4; BKV IV, S. 141).

Gregor d. Gr. (+ 604) sagt in seinen Dialogen: „Dieses Opfer rettet uns in besonderer Weise vom ewigen Untergang, da es uns den Tod des Eingeborenen in geheimnisvoller Weise erneuert. Denn wenn er auch auferstanden ist und nicht mehr stirbt (Röm 6, 9), so wird er doch in seinem unsterblichen und unverweslichen Leben im Geheimnis des heiligen Opfers aufs neue für uns dargebracht, wird sein Leib darin genossen, sein Fleisch zum Heil des Volkes ausgeteilt, sein Blut vergossen… Bedenken wir darum, was dieses Opfer für uns für eine Bedeutung hat, da es um unserer Erlösung willen das Leiden des eingeborenen Sohnes immerdar nachbildet! Denn wer von den Gläubigen möchte daran zweifeln, daß gerade in der Opferstunde auf die Stimme des Priesters hin die Himmel sich auftun, daß bei diesem Geheimnis die Chöre der Engel zugegen sind, daß Oben und Unten sich verbindet, daß Himmel und Erde sich vereinigt, Sichtbares und Unsichtbares eins wird?

Es ist aber notwendig, daß während dieser heiligen Handlung wir uns selbst Gott schlachten in Zerknirschung des Herzens; denn wenn wir das Geheimnis des Leidens des Herrn feiern, müssen wir nachahmen, was wir begehen. Dann wird das heilige Opfer, das wir darbringen, wirklich zum Opfer für uns, wenn wir uns selbst zu einem Opfer machen“ (IV, 57-58, BKV II, 270f).

 

 

   Monatswallfahrt

   Unsere nächste Monatswallfahrt am Sonntag, den 14. Juni 2009, führt
   zur Pfarrkirche nach Pfaffenberg.
   Abfahrt: 14:00 Uhr vom Seminarhof

 
 

   Fronleichnamsfest

   Für das Fronleichnamsfest nehmen wir gerne Spenden entgegen und bis
   Mittwochnachmittag auch Blumen.

   Ein herzliches Vergelt’s Gott im Voraus!

 
 
Gottesdienstordnung für die Zeit vom 7.6.2009 bis 21.6.2009
So 7.6. Fest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit - I. class.
  6:45 Uhr sakramentaler Segen, Einsetzung des Allerheiligsten
  8:00 Uhr hl. Messe
  9:00 Uhr Glaubensvortrag
  10:00 Uhr lev. Hochamt
  17:00 Uhr Vesper
Mo 8.6. Wochentag
  7:15
Uhr Kommunitätsmesse
  17:15

Uhr Abendmesse

  18:30 Uhr Rosenkranz
Di 9.6. Wochentag; Gedächtnis der hll. Primus und Felicianus, Martyrer
  7:15 Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Rosenkranz
Mi 10.6. Fest der hl. Margarita, Königin und Witwe
  7:15 Uhr stille hl. Messe
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Rosenkranz
Do 11.6. Hochfest Fronleichnam – I. class.
  7:15

Uhr hl. Messe

  9:00 Uhr lev. Hochamt, anschl. Fronleichnamsprozession und gemeinsames Mittagessen im Schlosspark
  18:30 Uhr Vesper
Fr 12.6.

Fest des hl. Johannes a S. Facundo, Bekenners;  Gedächtnis der hll. Basilides, Cyrinus, Nabor und Nazarius, Martyrer

  7:15 Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Kreuzweg
Sa 13.6. Fest des hl. Antonius von Padua, Bekenners und Kirchenlehrers
  7:15 Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Rosenkranz
So 14.6. Zweiter Sonntag nach Pfingsten – II. class.
  8:00 Uhr hl. Messe
  9:00 Uhr Glaubensvortrag
  10:00 Uhr lev. Hochamt
  17:00 Uhr Vesper mit Sakramentandacht
Mo 15.6. Wochentag; Gedächtnis der hll. Vitus, Modestus und Crescentia, Martyrer
  7:15 Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Rosenkranz
Di 16.6. Wochentag
  7:15 Uhr ges. Requiem für die verstorbenen Freunde und Wohltäter
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Rosenkranz
Mi 17.6. Fest des hl. Gregorius Barbarigo, Bischofs
  7:15 Uhr stille hl. Messe
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Rosenkranz
Do 18.6. Fest des hl. Ephrem des Syrers, Diakons, Bekenners und Kirchenlehrers;  Gedächtnis der hll. Markus und Marcellianus, Martyrer
  7:15 Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Sakramentsandacht
Fr 19.6. Fest des allerheiligsten Herzens Jesu - I. class.; Patronatsfest des Seminars
  7:20 Uhr hl. Messe
  10:00 Uhr lev. Hochamt
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:00 Uhr Vesper mit Sakramentsandacht
Sa 20.6. Muttergottessamstag; Gedächtnis des hl. Silverius, Papstes und Martyrers
  7:15 Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Rosenkranz
So 21.6. Dritter Sonntag nach Pfingsten – II. class.
 

8:00

Uhr hl. Messe

  9:00 Uhr Glaubensvortrag
  10:00 Uhr lev. Hochamt
  17:00 Uhr Vesper mit Sakramentsandacht
 
Beichtgelegenheit: An Sonn- und Feiertagen ab 7:45 Uhr und auf Anfrage
Katechismus-Unterricht: sonntags von 9:00 – 9:45 Uhr
 
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