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Briefe und Bücher / Wochenbrief Nr. 10 aus 2007 DruckversionDruckversion  
 
Zaitzkofen, 2. Juni 2007

 
Sehnsucht nach der hl. Kommunion

Zum heiligen Fronleichnamsfest   –
400-Jahresfeier der hl. Maria Magdalena von Pazzi

Liebe Gläubige!

Am 25. Mai jährte sich der 400. Todestag der hl. Mystikerin Maria Magdalena von Pazzi. Ihr im Karmel von Florenz aufbewahrter Leichnam ist bis heute unverwest. Die heilige Karmelitin aus Florenz, die bereits im Altar von 16 Jahren ins Kloster eintrat, war von klein auf ganz in den Bann des heiligsten Altarsakramentes gezogen. Die Verehrung des hochheiligen Sakramentes und die Hingabe an den eucharistischen Herrn bildeten ihren Lebensinhalt. Als Novizenmeisterin gab sie ihren Novizinnen praktische Ratschläge zum würdigen und fruchtbaren Empfang der hl. Kommunion, um in ihnen die eucharistische Liebe zu entflammen. Diese Anweisungen der Heiligen für den Kommunionempfang lauten nach der neuesten authentischen Ausgabe ihrer Werke folgendermaßen:

1. Wenn ihr euch zum Kommunizieren anschickt, dann denkt daran, dass ihr die größte und würdigste Handlung verrichtet, die man überhaupt verrichten kann, da ihr in euch den Herrn und Gott selbst aufnehmt!

2. Hütet euch, aus Gewohnheit oder Zufall zur Kommunion zu gehen, sondern geht mit wirklicher (aktueller) Andacht!

3. Wenn ihr erfassen würdet, dass ihr, solange die sakramentalen Gestalten in euch andauern, die ganze heiligste Dreifaltigkeit in euch besitzt, so würdet ihr sicher nicht nur zufällig (und gewohnheitsmäßig) zur Kommunion gehen, anderseits euch aber auch hüten, die Kommunion zu unterlassen und euch eines so großen Gutes zu berauben! Welche Reinheit aber müsst ihr in eurem Herzen haben beim Empfang der Quelle der Reinheit!

4. Hütet euch, dass ihr durch zu geringe Sehnsucht und Disposition selbst Ursache seid, dass dieses Fenster zum Himmel verschlossen wird!

5. Es gibt kein wirksameres Mittel, die Seele zu vervollkommnen, als das Hintreten zum Tisch des Herrn; und wenn ihr euch dieses Mittels richtig bedienen würdet, so würdet ihr euch in kurzer Zeit voll von Gottesliebe finden, weil eine einzige würdige Kommunion geeignet ist, eine Seele heilig zu machen.

6. Unterlasst nie eine Kommunion aus Eigensinn, denn ihr wisst nicht, ob Gott vielleicht gerade bei dieser Kommunion euch eine ganz besondere Gnade zu schenken beschlossen hat!

7. Man begeht ein großes Unrecht gegen die Liebe, mit der Christus sich uns (im heiligsten Sakrament) hingibt, wenn man die Kommunion unterlässt, obwohl man sie empfangen könnte.

8. Sorgt dafür, dass die eine Kommunion die Vorbereitung für die nächste sei, d.h. bewahrt in euch das Wissen, Gott selbst in euch empfangen zu haben und wieder zu empfangen.

9. Verrichtet eure Berufsarbeiten gut und in reiner, rechter Absicht, Gott zu gefallen; so werden sie zur besten Vorbereitung auf die nächste Kommunion.

10. Bringt Gott all eure Tätigkeiten und Übungen des Ordenslebens zum Opfer als Vorbereitung auf die Kommunion und opfert oft das kostbare Blut Jesu auf!

11. Wenn ihr etwa in der Nacht und dann am Morgen erwacht, denkt gleich daran, dass ihr an diesem neuen Tag kommunizieren werdet!

12. Wenn ihr irgendetwas mit einer Mitschwester habt, sorgt vor dem Kommunionempfang dafür, in euch das Gefühl der Güte gegen alle Mitschwestern wachzurufen! Und wenn euch das nicht gelingen sollte, so bittet Jesus, dass Er euch dieses Gefühl schenke! Und wenn ihr dann in euch die Bereitschaft spürt, für diese Schwestern sogar Blut und Leben hinzugeben, sollte es so der Wille Gottes sein, dann geht ruhig zur Kommunion!

13. Erinnert euch, dass Gott die Liebe ist und dass Er sich aus Liebe mit den Seelen mittels dieser Liebesspeise vereinigen will!

14. Sorgt dafür, dass ihr mit dem Gefühl der Demut und im Bewusstsein eurer Nichtigkeit zur Kommunion geht! Nehmt eure Zuflucht zum Blut Christi und zu seiner Passion! Was mich betrifft: Ich würde es, wenn es dieses Blut nicht gäbe, nie wagen, zum Tisch des Herrn zu gehen.

15. Denkt daran, dass Jesus uns, die wir doch verdienen würden, in den Abgrund der Hölle versenkt zu werden, solche Liebe und Barmherzigkeit erweist, dass Er selbst sich uns in diesem heiligsten Sakrament schenkt!

16. Denkt daran, was es unsagbar Großes ist, dass wir armseligen Geschöpfe die Fähigkeit haben, Gott selbst in uns aufzunehmen! Nochmals sei es gesagt: Welche Reinheit müsste doch unser Herz haben, wenn wir die Quelle der Reinheit empfangen!

17. Gott überlässt sich uns aus lauter Liebe, aber Er erwartet, dass wir Ihn ebenfalls zu empfangen suchen mit einem großen Affekt der Liebe und Dankbarkeit!

18. Sucht, bevor ihr die Kommunion empfangt, eine kurze Zeit lang noch einzudringen in die Wahrheit, dass es Gott ist, den ihr empfangt, denn die Fruchtlosigkeit des Empfangs dieser göttlichen Speise kommt meist von dem zu geringen Beachten dieses Eindringens in das Grosse, das man unternimmt, nämlich Gott selbst zu empfangen.

19. Geht zum Empfang dieser göttlichen Speise, wie es Christus aufgetragen hat, in Erinnerung an sein Leiden!

20. Bemüht euch dann, wenn ihr den großen Gott empfangen habt, euch ganz in Ihn zu verlieren, indem ihr euch vorstellt, es gäbe jetzt nichts auf der Welt als nur Gott und euch!

21. Die Zeit nach der Kommunion ist die beste und kostbarste. Da sollt ihr es verstehen, Jesus zu erkennen und Ihm die Möglichkeit zu geben, eure Seele zu reinigen und zu heiligen.

22. Das ist nun auch die geeignetste Zeit, um mit Gott ins Gespräch zu kommen, seine süße Stimme zu hören und von Ihm zu lernen, wie man Ihm seinem Willen gemäß dienen soll. Jetzt weilt ja dieser süße Gast in euch. Achtet nun auf seine göttliche Stimme, denn wer von Christus lernt, braucht keine weiteren Bücher und Unterweisungen. Sorgt euch darum, diese Zeit zu Anmutungen der Liebe, des Lobes und des Dankes auszunützen! Überlasst alles seinem göttlichen Wohlgefallen. Zeigt euch opferbereit, um auch alles Denkbare zur größeren Ehre Gottes zu leiden, und hegt ein großes Verlangen, mittels dieses heiligsten Sakramentes die heiligste Dreifaltigkeit zu verherrlichen und aller Welt zu helfen!

23. Am Kommuniontag wacht allzeit sorgsam über euer Herz, lasst euch durch nichts beunruhigen, damit Gott nicht aus eurem Herzen weicht, und erinnert euch tagsüber daran, dass ihr am Morgen Gott empfangen habt!

24. Wer in solcher Weise oft kommuniziert, schöpft aus dieser göttlichen Speise Kraft, um sogar ein ganz großes Leid, das daherkommen kann, recht zu ertragen. Ihr müsstet euch eigentlich darüber wundern und verwirrt werden, dass in euch noch so wenig Kraft ist, so dass ihr über jede Kleinigkeit stolpert! Wie viel aber könntet ihr leisten, wenn jene große Kraft in euch wirksam wird! Sorgt jedenfalls dafür, demütig zu sein, weil das die rechte Disposition ist, um jene große Kraft zu erlangen!

25. Eine Seele, die oft kommuniziert, müsste eigentlich ganz indifferent und ganz ergeben in den Willen Gottes und in das, was der Gehorsam fordert und verlangt, sein.

26. Bittet Gott beharrlich um die Gnade, dass Er uns väterlich, soweit das für ein sterbliches Geschöpf möglich ist, würdig macht für das himmlische Hochzeitsmahl und dass Er uns das Offenstehen dieses Fensters zum Himmel spüren lässt!

27. Bittet Gott, dass Er in den Herzen aller Gläubigen einen heiligen Hunger nach dieser heiligen Speise weckt!“
Von Herzen wünsche ich Ihnen eine immer tiefere Erkenntnis des hochheiligen Sakramentes des Altares. Möge die hl. Hostie auch Sie immer stärker in den Bann ziehen und Ihnen einen Vorgeschmack des ewigen Gastmahles im Himmel geben.

Mit priesterlichem Segensgruß
Ihr P. Stefan Frey
 
 
Fronleichnam
Donnerstag, 7. Juni 2007
Fronleichnam

Wir laden Sie ganz herzlich zu den Feierlichkeiten des Fronleichnamsfestes ein. Möge der Lobpreis und die Anbetung des eucharistischen Heilandes sowie das öffentliche Bekenntnis seiner milden Königsherrschaft Gott wohlgefällig sein und uns zu neuer Liebe entflammen.

Es würde uns freuen, wenn Sie auch an unserer „Familienfeier“, dem gemeinsamen Mittagessen im Schlosspark teilnehmen würden, das dazu beitragen möchte, die Bande übernatürlicher Freundschaft in unserer Gemeinde zu stärken.

Fürs Dessertbuffet werden Kuchenspenden gerne entgegengenommen.

7.25 Uhr:         Frühmesse

9.00 Uhr:         Levitiertes Hochamt

10.30 Uhr:       Fronleichnamsprozession
Ca. 12.15 Uhr: Gemeinsames Mittagessen im Schlosspark (Weihezelt)

Für das Fronleichnamsfest nehmen wir gerne Geldspenden entgegen
und bis Mittwochnachmittag auch Blumen.
Ein herzliches Vergelt’s Gott im Voraus!

 

 
 

Sonntag, den 10. Juni 2007:

Fußwallfahrt zur Wallfahrtskirche Maria-Schnee in Aufhausen

Wir laden unsere Gläubigen herzlich zur monatlichen Seminarwallfahrt ein.
Wir beten insbesondere für Berufungen und die Heiligung der Diener Gottes.
Treffpunkt und Abfahrt mit den Autos ist um 14.00 Uhr auf dem Seminarhof. Die letzten drei Kilometer werden dann zu Fuß zurückgelegt. Für die Rückführung der Chauffeure wird gesorgt sein. Rückkehr ca. 15.30 Uhr.

 
 
 
Gottesdienstordnung für die Zeit vom 3.6.2007 bis 17.6.2007
 

So

3.6.

Fest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit - I. class.

6:45

Uhr sakramentaler Segen, Einsetzung des Allerheiligsten

8:00

Uhr hl. Messe

9:00

Uhr Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr lev. Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper

Mo

4.6.

Fest des hl. Franz Caracciolo, Bekenners

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Di

5.6.

Fest des hl. Bonifatius, Bischofs und Martyrers, Apostel Deutschlands
 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Mi

6.6.

Fest des hl. Norbert, Bischofs und Bekenners

 

7:15

Uhr stille hl. Messe

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Do

7.6.

Hochfest Fronleichnam – I. class.; Priesterdonnerstag

 

7:25

Uhr hl. Messe

9:00

Uhr lev. Hochamt, anschl. Fronleichnamsprozession und gemeinsames Mittagessen im Schlosspark
 

18:25

Uhr Vesper

Fr

8.6.

Wochentag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Kreuzweg

Sa

9.6.

Muttergottessamstag; Gedächtnis der hll. Primus und Felicianus, Martyrer

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

So

10.6.

Zweiter Sonntag nach Pfingsten – II. class.

8:00

Uhr hl. Messe

 

9:00

Uhr Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr lev. Hochamt

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Mo

11.6.

Fest des hl. Barnabas, Apostels

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Di

12.6.

Fest des hl. Johannes a S. Facundo, Bekenners;  Gedächtnis der hll. Basilides, Cyrinus, Nabor und Nazarius, Martyrer

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Mi

13.6.

Fest des hl. Antonius von Padua, Bekenners und Kirchenlehrers
 

7:15

Uhr stille hl. Messe

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Do

14.6.

Fest des hl. Basilius des Großen, Bischofs, Bekenners und Kirchenlehrers
 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Fr

15.6.

Fest des allerheiligsten Herzens Jesu - I. class.; Patronatsfest des Seminars
 

7:25

Uhr lev. Hochamt

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Sa

16.6.

Muttergottessamstag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

So

17.6.

Dritter Sonntag nach Pfingsten – II. class.

8:00

Uhr hl. Messe

9:00

Uhr Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr lev. Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

 

Beichtgelegenheit: An Sonn- und Feiertagen ab 7:45 Uhr und auf Anfrage

Katechismus-Unterricht: Sonntags von 9:00 – 9:45 Uhr

 
 
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