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Briefe und Bücher / Wochenbrief Nr. 09 aus 2010 DruckversionDruckversion

 

Zaitzkofen, 29. Mai 2010

„Triumphzug der Wahrheit“ oder „Triumphalismus“?

 

Liebe Gläubige!

Was früheren Generationen von Katholiken Ausdruck höchster Freude und Ehre war, ist vielen der heutigen modernen Theologen und Priestern ein Dorn im Auge. Die jubelnde Verherrlichung Christi im allerheiligsten Altarsakrament, wie sie während vieler Jahrhunderte am Fronleichnamsfest in innigster Liebe gepflegt wurde, stößt bei ihnen auf keine Gegenliebe. Ein solch „pompöser Triumphalismus der Kirche“ sei nicht nur unangemessen, sondern widerspreche auch dem Willen Jesu, der ja in Armut und Bescheidenheit gelebt und es zudem auch abgelehnt habe, als König verehrt zu werden. Darum solle die Kirche auf derartige Prunk-Demonstrationen verzichten. Auf was für Ideen unsere Modernisierer der Kirche doch nicht kommen! Hätten sie recht, dann wäre die Kirche also jahrhundertelang Irrwege im Glauben und in der Frömmigkeit gegangen, der hl. Thomas von Aquin hätte mit seinem „Quantum potes, tantum aude – Was du kannst, das sollst du wagen“ im Lauda Sion einen fatalen Fehlgriff getan, und das Konzil von Trient müsste schleunigst revidiert werden. Ohne Zweifel hätte unser Heiland selbst dem Judas zustimmen müssen, für den die Ausgießung des kostbaren Salböls über Ihn eine Verschwendung war, und schließlich wären auch die drei Weisen aus dem Morgenland wegen der prunkvollen Verehrung des neugeborenen Königs und ihrer reichen Geschenke zu tadeln gewesen.

Unserem Herrn Jesus Christus darf also keine königliche Verehrung mehr erwiesen werden, die Geschöpfe müssen sich in der Huldigung ihres Schöpfers vor zuviel Lob und Jubel hüten. Welch unfassbares Armutszeugnis jener, die im Glauben und in der Gottesliebe Schiffbruch erlitten haben!

Wie erfrischend klingen dagegen die Worte der Konzilsväter von Trient über die Verehrung des heiligsten Altarsakraments, die ganz von der überschäumenden Liebe der Braut Christi zu ihrem Bräutigam eingegeben sind.

In ihrer 13. Sitzung vom Jahre 1551 verfügt das Konzil von Trient folgendes:

„Über den Kult und die Verehrung, welche diesem allerheiligsten Sakrament zu erweisen sind.

So bleibt kein Zweifel, dass alle Christgläubigen gemäß der Vorschrift, wie sie stets in der katholischen Kirche Geltung hatte, diesem allerheiligsten Sakrament bei der Verehrung den Kultus der Anbetung erweisen sollen, der dem wahren Gott zukommt. Es ist nämlich deswegen nicht weniger anzubeten, weil es von Christus dem Herrn zum Empfang eingesetzt wurde. Denn wir glauben daran, dass in ihm derselbe Gott anwesend ist, von dem der ewige Vater sagt, als Er Ihn in die Welt einführt: ‚Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten’, vor dem die Weisen ‚anbetend niederfielen’, und der nach dem Zeugnis der Schrift von den Aposteln in Galiläa angebetet worden ist.

Überdies erklärt das heilige Konzil: Gottesfürchtig und fromm ist der Brauch in die Kirche eingeführt worden, dass alljährlich an einem eigenen Festtag dieses erhabene und ehrwürdige Sakrament mit außerordentlicher Verehrung und Festlichkeit verherrlicht und in Prozessionen ehrerbietig und voll Würde durch die Straßen und über die öffentlichen Plätze umher getragen werde. Denn es ist höchst angemessen, dass einige geheiligte Tage festgesetzt sind, an welchen alle Christen durch Setzung eines einzigartigen und außergewöhnlichen Zeichens ihre dankbaren und erinnerungsstarken Gesinnungen gegenüber dem gemeinsamen Herrn und Erlöser für eine so unaussprechliche und ganz göttliche Wohltat bekunden, wodurch Seines Todes Sieg und Triumph veranschaulicht wird. So gebührte es sich, dass die Wahrheit als Siegerin über die Lüge und über die Irrlehre einen Triumphzug feiert: auf dass ihre Feinde, vor den Anblick eines solchen Glanzes und einer so großen Freude in der gesamten Kirche gestellt, entweder kraftlos und gebrochen vergehen, oder sie, von Scham ergriffen und aus der Fassung gebracht, irgendeinmal wieder zur Einsicht kommen.“

Von Herzen wünsche ich Ihnen, liebe Gläubige, eine immer tiefere Liebe zum verborgenen König der Liebe sowie die Freude, dieser Liebe am kommenden Fronleichnamsfest in der feierlichen Prozession und den jubelnden eucharistischen Gesängen Ausdruck verleihen zu dürfen.

Mit priesterlichem Segensgruß

Ihr P. Stefan Frey

 

 

 

Für das Fronleichnamsfest nehmen wir gerne Spenden entgegen und bis Mittwochnachmittag auch Blumen. Ein herzliches Vergelt’s Gott im Voraus!
 
 
Gottesdienstordnung für die Zeit vom 30.5.2010 bis 13.6.2010
So 30.5.

Fest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit – I. Klasse

  6:45 Uhr Einsetzung des Allerheiligsten
  8:00 Uhr hl. Messe
  9:00 Uhr Glaubensvortrag
  10:00 Uhr lev. Hochamt
  18:00 Uhr Vesper
  20:00 Uhr Maiandacht
Mo 31.5.

Fest Maria Königin – II. Klasse; Gedächtnis der hl. Petronilla, Jungfrau

  6:50
Uhr ges. Amt
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:20 Uhr Maiandacht
Di 1.6.

Fest der hl. Angela Merici, Jungfrau

  7:15 Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Rosenkranz
Mi 2.6.

Wochentag; Gedächtnis der hll. Marcellinus, Petrus, Martyrer und Erasmus, Bischofs und Martyrers

  7:15 Uhr stille hl. Messe
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Rosenkranz
Do 3.6.

Hochfest Fronleichnam – I. Klasse; Priesterdonnerstag

  7:25 Uhr stille hl. Messe
  9:00 Uhr lev. Hochamt, anschl. Fronleichnamsprozession und gemein-sames Mittagessen im Schlosspark
  18:25

Uhr Vesper

Fr 4.6.

Fest des hl. Franz Caracciolo, Bekenners; Herz-Jesu-Freitag

  7:15 Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:00 Uhr Hl. Stunde
Sa 5.6.

Fest des hl. Bonifatius, Bischofs und Martyrers, Apostel Deutschlands Herz-Mariä-Sühnesamstag

  7:15 Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  17:50 Uhr Aussetzung des Allerheiligsten
  18:20 Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz
So 6.6.

Zweiter Sonntag nach Pfingsten – II. Klasse

  8:00 Uhr hl. Messe
  9:00 Uhr Glaubensvortrag
  10:00 Uhr lev. Hochamt
  17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Mo 7.6. Wochentag
  7:15 Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Rosenkranz
Di 8.6. Wochentag
  7:15 Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Rosenkranz
Mi 9.6. Wochentag; Gedächtnis der hll. Primus und Felicianus, Martyrer
  7:15 Uhr ges. Requiem für die verstorbenen Freunde und Wohltäter
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Rosenkranz
Do 10.6. Fest der hl. Margarita, Königin und Witwe
  7:15 Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Rosenkranz
Fr 11.6. Fest des allerheiligsten Herzens Jesu - I. Klasse; Patronatsfest des Seminars
  7:25 Uhr lev. Hochamt
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:00 Uhr Vesper mit Sakramentsandacht
Sa 12.6. Fest des hl. Johannes a S. Facundo, Bekenners; Gedächtnis der hll. Basilides, Cyrinus, Nabor und Nazarius, Martyrer
  7:15 Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Rosenkranz
So 13.6. Dritter Sonntag nach Pfingsten – II. Klasse
 

8:00

Uhr hl. Messe

  9:00 Uhr Glaubensvortrag
  10:00 Uhr lev. Hochamt
  17:00 Uhr Vesper mit Sakramentsandacht
 
Beichtgelegenheit: An Sonn- und Feiertagen ab 7:45 Uhr und auf Anfrage
Katechismus-Unterricht: sonntags von 9.00 – 9.45 Uhr
 
 
 
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