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Briefe und Bücher / Wochenbrief Nr. 09 aus 2007 DruckversionDruckversion  
 
Zaitzkofen, 19. Mai 2007

 
90 Jahre Patrona Bavariae – 90 Jahre Fatima

Ansprache an der Mariensäule in München am 5. Mai 2007, dem Fest der Patrona Bavariae - Fortsetzung und Schluss

Welches sind nun die Heilmittel für die heutige Zeit? Eine präzise Antwort auf diese Frage gibt uns das zweite Jubiläum, das wir heuer feiern, die 90-Jahrfeier von Fatima.

Fatima – die Antwort Gottes zur Rettung der Welt

Fatima hat eine weltgeschichtliche Bedeutung bis in die heutige Zeit – und hängt übrigens eng mit der Patrona Bavariae zusammen. Um dies besser zu verstehen, müssen wir die 90 Jahre zurückblicken auf das schicksalsträchtige Jahr 1917. Im Jahre 1917 sind Ereignisse von solcher Schwere eingetreten, die dieses Jahr zum entscheidenden Jahr des Jahrhunderts machten. Nach dem Urteil bedeutender Historiker begann 1917 das Zeitalter der weltideologischen Kämpfe größten Stils.
Zum einen brach in Russland die kommunistische Revolution aus, die die Welt flächenbrandartig erfassen sollte, eine weltweite Christenverfolgung auslöste und die Irrtümer des Sozialismus in alle Welt verbreitete, worunter wir heute noch leiden.
Im gleichen Jahr erhob der Teufel auch in Rom sein Haupt. Die Freimaurerei feierte ihren 200. Gründungstag. Mit großen Bannern zogen die Logenbrüder auf den Petersplatz. Auf den Bannern war Luzifer zu sehen, der den Erzengel Michael an der Kette hielt. Zu lesen war die Aufschrift: „Satan muss im Vatikan regieren und der Papst wird sein Sklave sein!“ – Hier wird übrigens die teuflische Fratze des Liberalismus deutlich sichtbar, jener Ideologie, womit die Freimaurer bis heute die Menschen verderben.

Doch der Himmel schläft nicht. Auch Gott tritt auf den Plan. Am 13. Mai erscheint Maria in Fatima. Hier im äußersten Westen Europas richtet Gott den Gegenpol gegen den Osten auf. Fatima ist das komplette Gegenprogramm des Himmels zur teuflischen Revolution, zu den gottlosen Irrlehren, welche die Menschheit mehr und mehr zugrunde richten.
Worin besteht dieses Gegenprogramm? Es lautet erstaunlich einfach: Es ist die Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariens. Darin besteht nach den Worten der Gottesmutter in Fatima das Rettungsmittel für die Welt.
So erstaunlich es klingen mag: Der Gewalt des Bösen setzt Gott also dieses Herz entgegen. Dieses Herz symbolisiert eine doppelte Macht: die Macht der unbefleckten Reinheit und der mütterlichen Liebe Mariens. Mit dieser Macht soll die Welt gerettet werden. Die Gewalt der Sünde und der Verführung soll durch die Reinheit besiegt werden, die Gewalt des Hasses und des Krieges durch die selbstlose Güte und Liebe.

So wird der Revolution der Gottlosigkeit eine Revolution der Heiligkeit entgegengesetzt. Es ist das Unbefleckte Herz Mariä, das alle Menschen mit den Flammen seiner Liebe entflammten möchte.
Wir haben hier also die Antwort auf die Frage, wie die Welt von heute gerettet werden kann. Durch das Unbefleckte Herz Mariens. Diesem Herzen sollen wir uns ganz und gar weihen. Die Muttergottes hat in Fatima aber auch angegeben, wie diese Weihe konkret zu verwirklichen ist und welche Gestalt sie annehmen soll. Drei Dinge sind zu tun, es sind gleichsam drei Heilmittel, die uns gereicht werden.

1. Der tägliche Rosenkranz

Bei allen sechs Erscheinungen in Fatima forderte die Gottesmutter zum täglichen Rosenkranzgebet auf, und am 13. Oktober ergab sie sich zu erkennen, indem sie sagte: „Ich bin die Königin des hl. Rosenkranzes.“
Wir sollen also getreu jeden Tag den Rosenkranz beten, wie U. L.F. v. Fatima es wünschte. Das Rosenkranzgebet zieht die Menschen aus dem Sumpf des Materialismus und versetzt sie in die Welt Gottes, in die Welt der übernatürlichen Geheimnisse Unseres Herrn Jesus Christus. Wir werden die Schönheit und Kraft des Rosenkranzgebetes nie genügend preisen können. Schwester Lucia von Fatima sagte: „In diesen letzten Zeiten, in denen wir leben, hat die allerseligste Jungfrau dem Rosenkranzgebet eine neue Wirksamkeit verliehen. Es gibt deshalb kein einziges, noch so schwerwiegendes Problem, sei es im weltlichen oder noch mehr im geistlichen Bereich,... das wir nicht durch das Rosenkranzgebet lösen könnten. Mit dem heiligen Rosenkranz werden wir uns retten, heiligen, unseren Herrn trösten und das Heil vieler Seelen erlangen.“
Diese tiefe Überzeugung hatte übrigens auch Kurfürst Maximilian I.: Er machte es in seinem Reich zum Gesetz, dass alle Bürger Bayerns einen Rosenkranz tragen und beten sollten.

2. Die Herz-Mariä-Sühnesamstage

Mit dem Rosenkranz verlangte die Muttergottes in Fatima auch die Sühneandacht an den fünf ersten Samstagen des Monats, wie wir sie vorhin im Herkulessaal gehalten haben. Hierbei erneuern wir jeweils unsere Weihe, empfangen die Sakramente und leisten dem Herzen Mariens Sühne für alle Beleidigungen, die ihm zugefügt werden.

3. Ein Leben im Geiste der Buße und des Opfers

Das ist eine Frucht der gelebten Weihe. Die Liebe Mariens drängt uns, uns aufzuopfern für die Rettung der Seelen. Die drei Seherkinder von Fatima waren das schönste Beispiel eines Lebens der Nachfolge des gekreuzigten Heilandes. Ich darf hierbei hinweisen auf ein Detail an der Mariensäule: In die goldene Krone der Muttergottes ist ein Dorn der Dornenkrone Jesu eingearbeitet. Dadurch wir sehr schön angezeigt, dass die milde Herrschaft unserer Schutzherrin eine Herrschaft des Kreuzes ist und alle Wohltaten, die sie uns schenkt, eine Frucht des Leidens Christi sind.
Das sind also in Kürze die Rettungsmittel, die uns der Himmel gibt zur Rettung der Welt von heute.

Begreifen wir gut, was das bedeutet. An uns liegt es, was wir mit diesen Rettungsmitteln machen. Gott macht uns ein Angebot, aber er zwingt es uns nicht auf.

  • Wenn die Menschen es annehmen, wird die Welt gerettet, es wird Friede sein, die Menschen werden sich bekehren und das ewige Heil erlangen.
  • Wenn die Menschen dieses Angebot aber gleichgültig zurückweisen, wird der Untergang nicht aufzuhalten sein, und viele Menschen werden in die Hölle kommen.

Verstehen wir also gut, was die Weihe, die wir jetzt ablegen werden, bedeutet. Sie ist nicht nur eine schöne, fromme Andacht, sondern sie fordert uns ganz und gar. Sie muss unsere Bereitschaft ausdrücken, unser Leben zu reformieren, indem wir die Wünsche der Gottesmutter ernst nehmen und großherzig erfüllen.

Kommen wir ein letztes Mal auf Kurfürst Maximilian zurück. Er gab uns ein wunderbares Beispiel, was gelebte Weihe und brennende Marienliebe bedeutet. In der Gnadenkapelle von Altötting ließ er in einem verschlossenen Kästchen ein Pergament niederlegen. Er hat es mit seinem eigenen Blut beschrieben und die Worte lauten: „Als dein Eigentum widme und opfere ich mich dir, o Jungfrau Maria mit diesem meinem Blute, ich Maximilian, der erste der Sünder.“
Und so hat dieser Mann gelebt. Jahrzehnte lang hat er im 30jährigen Krieg für den Erhalt des katholischen Glaubens an allen Fronten gekämpft, im Bewusstsein, nicht anderes als ein Soldat Mariens zu sein. Der Gedanke „Maria will es so!“ trieb ihn unaufhaltsam voran. Die Liebe zu Maria hat ihn die unsäglichen Strapazen auf sich nehmen lassen, obwohl er den Krieg hasste. Als die wesentlichen Ziele seiner Regierung bezeichnete er die Beförderung der Ehre Gottes und das Heil der Seelen, der ihm anvertrauten Untertanen. Dies ist genau der Geist, der auch uns beseelen soll!

Liebe Christen, Gestatten Sie mir, als Regens des bayrischen Priesterseminars in Zaitzkofen eine letzte Bitte an Sie zu richten. Beten Sie für Priester- und Ordensberufungen! Tun Sie es bitte mit Eifer und Inständigkeit! Um das katholische Bayernland, ja die ganze Welt geistig neu aufzubauen, brauchen wir dringend Priester. Die Priester sind die Herolde des Reiches Jesu und Mariens. Sie sind bestellt, die Menschen zum Mutterherzen zu führen, damit sie dort Friede und Heil finden. Sie sind die Flammenwerfer der Liebe des Unbefleckten Herzen. Darum wollen wir diese dringende Bitte um Berufungen in unsere Weihe hineinlegen.

Mit großer Freude und mit innigem Vertrauen wollen wir nun die Weihe gemeinsam verrichten. Ich darf Sie zum Schluss noch an die Worte Pius XII., des großen Papstes Fatimas erinnern, die uns mit unüberwindbarem Vertrauen erfüllen sollen: „Die allerseligste Jungfrau Maria kann gegen den Hilfeschrei ihrer Kinder nicht taub bleiben, wenn dieser nicht nur ein Lippengebet ist, sondern einer tatbereiten, nicht nur vorübergehenden Entschlossenheit entspringt und ein Ruf ist nach wirksamen Reformen und notwendiger Erneuerung in persönlicher, familiärer, und gesellschaftlicher Hinsicht.“

In diesem Geiste weihen wir uns also jetzt der Schutzherrin Bayerns und ihrem Unbefleckten Herzen. Wir empfehlen ihr das ganze liebe Bayernland, ihre geistlichen und weltlichen Obrigkeiten, ihre Familien und Schulen. Wir empfehlen ihr aber auch unseren Hl. Vater in Rom, Papst Benedikt XVI., damit er unter dem Schutzmantel Mariens die Kirche mit fester Hand leite und an der geistigen Erneuerung der Völker wirksam arbeite. Amen.

P. Stefan Frey

Sonntag, den 20. Mai 2007:

Fußwallfahrt zur Wallfahrtskirche Scheuer

Wir laden unsere Gläubigen herzlich zur monatlichen Seminarwallfahrt ein.
Wir beten insbesondere für Berufungen und die Heiligung der Diener Gottes.
Treffpunkt und Abfahrt mit den Autos ist um 14.00 Uhr auf dem Seminarhof. Die letzten drei Kilometer werden dann zu Fuß zurückgelegt. Für die Rückführung der Chauffeure wird gesorgt sein. Rückkehr ca. 15.45 Uhr.

 

 

Für das Fronleichnamsfest nehmen wir gerne Geldspenden entgegen
und bis Mittwochnachmittag auch Blumen.
Ein herzliches Vergelt’s Gott im Voraus!

 
 
 
Gottesdienstordnung für die Zeit vom 20.5.2007 bis 3.6.2007

So

20.5.

Sonntag nach Christi Himmelfahrt – II. class.

8:00

Uhr hl. Messe

 

9:00

Uhr Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr lev. Hochamt

 

18:00

Uhr Vesper

 

20:00

Uhr Maiandacht

Mo

21.5.

Wochentag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Di

22.5.

Wochentag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Maiandacht

Mi

23.5.

Wochentag

 

7:15

Uhr stille hl. Messe

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Do

24.5.

Wochentag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Maiandacht

Fr

25.5.

Fest des hl. Gregor VII., Papstes und Bekenners; Gedächtnis des hl. Urbanus I., Papstes und Martyrers

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Sa

26.5.

Vigil von Pfingsten – I. class.

 

6:50

Uhr stille hl. Messe

 

9:30

Uhr Pontifikalamt von S. E. Mgr. Alfonso de Galarreta mit Erteilung der Subdiakonats- und Diakonatsweihe

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:25

Uhr 1. Vesper von Pfingsten

So

27.5.

Pfingstsonntag – I. class.

8:00

Uhr hl. Messe

 

9:15

Uhr Firmung

 

10:00

Uhr Pontifikalamt

18:00

Uhr Vesper

20:00

Uhr Maiandacht

Mo

28.5.

Pfingstmontag - I. class.

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

10:00

Uhr lev. Hochamt

 

18:00

Uhr Vesper

 

20:00

Uhr Maiandacht

Di

29.5.

Pfingstdienstag - I. class.

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Mi

30.5.

Quatembermittwoch - I. class.

 

7:15

Uhr stille hl. Messe

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Do

31.5.

Pfingstdonnerstag – I. class.

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Maiandacht

Fr

1.6.

Quatemberfreitag - I. class.; Herz-Jesu-Freitag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:00

Uhr Hl. Stunde

Sa

2.6.

Quatembersamstag - I. class.; Herz-Mariä-Sühnesamstag

 

6:50

Uhr ges. Amt

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz, anschl. nächtliche Anbetung des Allerheiligsten

So

3.6.

Fest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit - I. class.

6:45

Uhr sakramentaler Segen, Einsetzung des Allerheiligsten

8:00

Uhr hl. Messe

9:00

Uhr Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr lev. Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper

 

Beichtgelegenheit: An Sonn- und Feiertagen ab 7:45 Uhr und auf Anfrage

Katechismus-Unterricht: Sonntags von 9:00 – 9:45 Uhr

 
 
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