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Briefe und Bücher / Wochenbrief Nr. 08 aus 2007 DruckversionDruckversion  
 
Zaitzkofen, 5. Mai 2007

 
90 Jahre Patrona Bavariae – 90 Jahre Fatima

Ansprache an der Mariensäule in München am 5. Mai 2007, dem Fest der Patrona Bavariae

Liebe Marienverehrer, liebes bayrisches Volk!
90 Jahre Patrona Bavariae – 90 Jahre Fatima: Dieses zweifache Jubiläum hat uns hierher zur Mariensäule in München geführt, damit wir unserer himmlischen Königin, der Schutzherrin Bayerns, unsere Dankbarkeit, Liebe und Hingabe darbringen und die Weihe an ihr Unbeflecktes Herz erneuern.

Die Mariensäule ist das Wahrzeichen Münchens und der geographische Mittelpunkt Bayerns. Hier, sozusagen im Herzen Bayerns, ehren wir das, was dem bayrischen Volk seit eh und je das Teuerste und Heiligste ist, was geradezu seine Seele ausmacht: nämlich die Liebe zur Gottesmutter Maria. All die vielen Marienkirchen in unserer Heimat, die z. T. schon auf das 8. Jahrhundert zurückgehen, zeugen davon, wie tief die Liebe zur Muttergottes in unserem Volk verwurzelt ist. Diese glorreiche marianische Tradition finden wir nun in schönster Weise verkörpert in der Mariensäule, der Darstellung der Schutzherrin Bayerns.

Geschichte

Es war Herzog Maximilian I., der bedeutendste Staatsmann in der Geschichte Bayerns, der im Jahre 1616 Maria zur Patrona Bavariae, zur Schutzherrin Bayerns, proklamiert hat. Diese Proklamation geschah in überaus dramatischen Zeitverhältnissen. Der 30-jährige Krieg stand unmittelbar vor dem Ausbruch, München wurde alsdann von den Schweden eingenommen, der katholische Glaube war in Gefahr unterzugehen, zu all dem wütete noch die Pest und Hungersnot. In dieser so großen Drangsal setzte nun Maximilian sein ganzes Vertrauen auf Maria, indem er das Gelöbnis machte, auf dem Hauptplatz Münchens eine Marienstatue zu errichten sowie sich und das Bayernland feierlich der Gottesmutter Maria zu weihen.
Sein Vertrauen auf die Hilfe Mariens wurde überreich belohnt. Aus allen Gefahren wurde Bayern wunderbar errettet. Diese wunderbare Hilfe Mariens aus tiefster Not finden wir hier an der Mariensäule dargestellt in den vier allegorischen Tieren an der Säulenbasis, über welche Maria durch die hl. Engel siegt. Diese vier Tiere – Schlange, Drache, Basilisk und Löwe (vgl. Psalm 90) – bedeuten die großen Nöte der damaligen Zeit: Unglaube, Krieg, Pest und Hungersnot.
Im Jahre 1638 erfüllte sodann Maximilian sein Gelöbnis. Seitdem also thront Maria, mit Zepter und Kaiserkrone geschmückt, als himmlische Herrscherin über das bayrische Land und Volk. Seitdem nahmen unsere Vorfahren in allen Gefahren Zuflucht zu ihrer Schutzherrin und wurden in ihrem Vertrauen nie enttäuscht.
Ein zweites wichtiges historisches Ereignis müssen wir noch erwähnen. Vor genau 90 Jahren, mitten im Grauen des ersten Weltkriegs bat der bayrische Königs Ludwig III. und seine Gemahlin Maria Theresia Papst Benedikt XV., ein liturgisches Fest zu Ehren der Patrona Bavariae einzusetzen und die Schutzherrschaft Mariens über Bayern feierlich zu bestätigen. Und so geschah es, dass am 14. Mai 1917 das Fest der Patrona Bavariae im ganzen Bayernland zum ersten Mal feierlich begangen wurde.

Aktualität

Seither sind 90 Jahre vergangen. Man kann sich die Frage stellen: Ist das Jubiläum der Patrona Bavariae überhaupt noch aktuell und die Erneuerung der Weihe an Maria zeitgemäß? Sieht sich denn unser Volk von außergewöhnlichen Gefahren bedroht?
Auf den ersten Blick könnte man versucht sein, diese Fragen zu verneinen. Die hier an der Mariensäule dargestellten Plagen scheinen ja heute keine Bedrohung darzustellen. Niemand braucht sich vor Krieg, Pest und Hungersnot zu fürchten.

Die Not der Zeit

Eine solche Sichtweise verrät aber eine sträfliche Oberflächlichkeit und ist absolut falsch. Mögen auch drei der allegorischen Tiere keine direkte Gefahr darstellen, so aber dafür umso mehr das vierte. Dieses vierte bedrohliche Wesen hat sich geradezu zu einem monströsen Ungeheuer entwickelt, das für Bayern und die ganze Welt zu einer gigantischen Gefahr geworden ist: ich meine den Unglauben der heutigen Zeit! Die letzten Jahrzehnte haben einen bislang beispiellosen Niedergang des Christentums gesehen. Immer mehr Menschen wollen von Gott nichts mehr wissen. Die Gebote Gottes gelten nichts mehr. Dafür schafft man neue Gesetze, welche die obersten Herrschaftsrechte Gottes leugnen und sogar himmelschreiende Sünden legitimieren, wie etwa die Abtreibung.

Dieses Monster des Unglaubens blieb jedoch nicht allein. Es hat den drei scheinbar ungefährlich gewordenen Tieren an der Mariensäule eine ganz neue Bedrohlichkeit eingehaucht.
Zum einen gilt das für die Pest. U. z. erleben wir heutzutage eine geistige Pest, die überall die Gesellschaft bis aufs Mark zerfrisst. Damit meine ich die trügerischen Ideologien, die den christlichen Glaubens unserer Väter ersetzt haben und die das öffentliche Leben von heute beherrschen.
An erster Stelle ist die freimaurerische Ideologie des Liberalismus zu nennen, der die Maxime vertritt: Es gibt keine verbindliche Wahrheit, alles ist erlaubt! Mit dieser Parole stürzte der Liberalismus die Menschen in die Ungebundenheit und Sittenlosigkeit. Denn: gibt es keine festen Werte und objektiven Wahrheiten mehr, wird der Mensch halt- und orientierungslos.

An zweiter Stelle kommt der Sozialismus, der meint, der Staat könne ein irdisches Paradies ohne Gott aufbauen, das allen Menschen ein Höchstmass an Reichtum und Genuss verspricht. Die heutige materialistische Spaßgesellschaft ist das Ergebnis dieses Pans; sie führte aber nicht zum Paradies, sondern zur Hölle eines hemmungslosen Egoismus. Denn das Höchstmaß an Spaß ließ sich nur verwirklichen auf Kosten der Schwächsten und auf auch Kosten der nachfolgenden Generation, auf welche man die gigantische Staatsverschuldung wälzen wird.
Und hier sind wir beim dritten Monster angelangt: beim Krieg! Ein lautloser, aber schrecklicherer Krieg als je zuvor wütet: der Krieg gegen die wehrlosesten und unschuldigsten Geschöpfe, die Kinder! Zu Abermillionen werden ungeborene Kinder hingemetzelt, weil sie dem Ausleben des Spaßes im Wege stehen. Sie werden auf dem Altar der Selbstverwirklichung geopfert. Auch hier in München. Es gibt in München sogar eine Klinik, die nichts anderes tut als Kinder töten, jahrein, jahraus, Tag für Tag, Tausende pro Jahr.

Doch damit nicht genug! Jene Kinder, die das Glück haben, die Tötungsmaschinerie zu überleben, erwartet ein weiterer Opfergang: Sie werden im zartesten Alter immer häufiger dem Staat zur Erziehung übergeben, und man will Milliarden von Euros ausgeben, um die staatliche Erziehungshoheit über die Kinderbetten zur institutionalisieren. Dabei ist nach dem Urteil namhafter Kinderpsychologen doch schon längst bekannt, dass gerade in den ersten Lebensjahren die enge Nähe des Kindes zur Mutter von höchster Wichtigkeit ist. Und jetzt soll das Kind die zärtlichste Liebe, die es gibt, die Liebe zur Mutter kompensieren müssen mit der Liebe zum Staat? Welch unvorstellbare Rohheit!

Doch der Opfer noch nicht genug! Das Kind wir älter und kommt in die Schule und trifft hier auf eine neue Klippe. Allzu oft werden die Kinder von gottlosen Ideologen verdorben, welche ihnen den Glauben, das Bild Gottes im Herzen zerstören. Bischof Rudolf Graber sprach vor genau 30 Jahren von der „planmäßigen Zerstörung des Bildes Mariens in den Herzen“. Und er fügte hinzu: „Viel schlimmer als die Untat eines Geisteskranken, der mit einem Hammer auf die Pietà Michelangelos einschlug, ist der geistige Vandalismus der Religionslehrer und Seelsorger, die das Glaubensbild der Gottesmutter in den Herzen der Gläubigen entstellen, sie ihres Ruhmes berauben, ihre Herrlichkeit verdunkeln und dadurch das weltweite Beten des Ave-Maria zum Verstummen bringen“ (Predigt vom 8.5.1977 in Altötting). Welch ein Verbrechen gegenüber der Jugend! Sie ist religiös verwahrlost und kennt nicht einmal mehr die absoluten Grundbegriffe unseres Glaubens.
Und damit sind wir beim vierten Monster. Wir erleben heute eine neue Hungersnot! Die Menschen darben an geistiger Hungersnot dahin, weil man ihnen das Brot des Lebens nicht mehr bricht. Sie versinken im Materialismus, der ihre Seelen nicht sättigen kann. Die Liebe Gottes, die allein die Seele ausfüllen kann, bleibt ihnen unbekannt. Kein Wunder, dass die Rate der psychischen Erkrankungen und Selbstmorde beängstigend zunimmt.

Liebe Marienverehrer! Diese kurze Analyse der vier monströsen Übel unserer Zeit, zwingt uns zu klaren Schlussfolgerungen:

  • Ein Volk, dem Gott nichts mehr bedeutet, und das seine heiligsten Gebote mit Füßen tritt, das wird dem Herrgott vielleicht bald auch nichts mehr bedeuten.
  • Ein Volk, das seine Kinder nicht mehr liebt, sondern Mördern preisgibt, kann keine Zukunft haben, sondern wird untergehen. Die demographische Katastrophe kündigt sich übrigens ja schon deutlich an. Wir sind ein aussterbendes Volk.
Mariensäule in München

Ist Rettung noch möglich?

Da stellt sich nun ganz konkret die bange Frage: Kann es für das katholische Bayernland noch Rettung geben? Gibt es noch Heilmittel für unsere so kranke Welt? – Menschlich gesprochen, nein! Die Menschheit kann sich unmöglich selber aus dem Sumpf ziehen. Und dennoch dürfen wir mit tiefster Überzeugung sprechen: Doch, es gibt eine Rettung! Die Sache ist nicht hoffnungslos! Die Rettung kommt indes nicht von den Menschen, sondern sie kommt vom Himmel, von unserer himmlischen Schutzherrin! Diese untrügliche Hoffnung hat uns hier an der Mariensäule zusammengeführt. Die Geschichte Bayerns liefert uns unzählige Beispiele, wie Maria immer geholfen hat, auch aus größter Not, sobald die Menschen nur zu ihr Zuflucht genommen haben, ihre helfende Hand ergriffen und die Heilmittel angewendet haben, die sie darreichte.

Fortsetzung folgt.
 
Gottesdienstordnung für die Zeit vom 6.5.2007 bis 20.5.2007

So

6.5.

Vierter Sonntag nach Ostern – II. class.

8:00

Uhr hl. Messe

 

9:00

Uhr Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr Hochamt

 

18:00

Uhr Vesper

 

20:00

Uhr Maiandacht

Mo

7.5.

Fest des hl. Stanislaus, Bischofs und Martyrers

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Di

8.5.

Wochentag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Maiandacht

Mi

9.5.

Fest des hl. Gregor von Nazianz, Bischofs, Bekenners und Kirchenlehrers

 

7:15

Uhr stille hl. Messe

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Do

10.5.

Fest des hl. Antoninus, Bischofs und Bekenners; Gedächtnis der hll. Gordianus und Epimachus, Martyrer

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Fr

11.5.

Fest der hll. Philippus und Jakobus, Apostel – II. class.

 

6:50

Uhr ges. Amt

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Maiandacht

Sa

12.5.

Fest der hll. Nereus, Achilleus, Domitilla, Jungfrau, und Pankratius, Martyrer

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

So

13.5.

Fünfter Sonntag nach Ostern – II. class.; Fatimatag, Familiensonntag

8:00

Uhr hl. Messe

 

10:00

Uhr lev. Hochamt

 

11:45

Uhr  Katechismusunterricht und Vortrag

18:00

Uhr Vesper

20:30

Uhr Lichterprozession zur Fatimakapelle mit Erneuerung der Weihe des Seminars an Mariens Unbeflecktes Herz, anschl. Sakramentsandacht

Mo

14.5.

Wochentag; Gedächtnis des hl. Bonifatius, Martyrers;  Bittag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

19:15

Uhr Bittprozession mit Bittamt

Di

15.5.

Fest des hl. Johannes Baptist de la Salle, Bekenners ; Bittag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

19:15

Uhr Bittprozession mit Bittamt

Mi

16.5.

Vigil von Christi Himmelfahrt – II. class.; Gedächtnis des hl. Ubald, Bischofs und Bekenners; Bittag

 

6:30

Uhr Bittprozession mit Bittamt

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Do

17.5.

Christi Himmelfahrt – I. class.

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

10:00

Uhr lev. Hochamt mit Feier der Erstkommunion

 

18:00

Uhr Vesper

 

20:00

Uhr Maiandacht

Fr

18.5.

Fest des hl. Venantius, Martyrers

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Sa

19.5.

Fest des hl. Petrus Cölestinus, Papstes und Bekenners; Gedächtnis der hl. Pudentiana, Jungfrau

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

So

20.5.

Sonntag nach Christi Himmelfahrt – II. class.

8:00

Uhr hl. Messe

9:00

Uhr  Glaubensvortrag

10:00

Uhr lev. Hochamt

 

18:00

Uhr  Vesper

 

20:00

Uhr Maiandacht

 

Beichtgelegenheit: An Sonn- und Feiertagen ab 7:45 Uhr und auf Anfrage

Katechismus-Unterricht: Sonntags von 9:00 – 9:45 Uhr, außer am Familiensonntag

 
Einladung zum Familiensonntag


am Sonntag, den 13. Mai 2007


   •   Nach dem Hochamt         Vortrag über Erziehung
       ca. 11.45 h                     (Gleichzeitig werden die Kinder betreut, bzw. wird
                                            Katechismusunterricht gehalten.)
   •   12.30 h                          Gemeinsames Mittagessen
   •   ca. 14.00 h                     Maiandacht

 
 

 

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