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Briefe und Bücher / Wochenbrief Nr. 8 aus 2006 DruckversionDruckversion  

Osterfestbrief

Zaitzkofen, 15. April 2006

Liebe Gläubige!

Am hochheiligen Osterfest dürfen wir uns der tröstlichsten Wahrheit unseres katholischen Glaubens erfreuen, die das wahre Glück und den festesten Halt des Christen begründet.
Christus ist als Sieger auferstanden und lebt! Als Fürst des Lebens in Ewigkeit belebt er diejenigen, die an Ihn glauben und Ihn lieben; Er führt zur Auferstehung jene, die auf Ihn vertrauen und Ihm dienen.
Darum will heute die Kirche, dass sich freue, was sich nur freuen kann. Das Exultet, der österliche Preisgesang der Osternacht, drückt die Gefühle der Kirche in überwältigender Weise aus:

„Nun juble laut der Engel himmlische Schar! Nun jubelt laut ihr gottnahen heiligen Wesen! Nun schalle laut die Posaune zum Sieg des erhabenen Königs und verkünde das Heil! Es freue sich auch die Erde, da so strahlendes Licht sie umflutet! Und von des ewigen Königs Lichtglanz erleuchtet, fühle sie froh, dass alle Finsternis aus ihrem Umkreis gewichen. Voll Freude sei auch die Mutter, die hl. Kirche, von solchen Lichtes Strahlen geziert. Und vom mächtigen Jubel des Volkes soll diese Halle ertönen!“

Aus der kraftvollen Poesie dieses österlichen Preisgesangs hören Sie aufs Deutlichste: Der Ostersieg, die glorreiche Auferstehung Christi, ist für die Kirche eine Realität, aus der sie lebt, ihre ganze Hoffnung und Zuversicht schöpft.

Von dieser Zuversicht beseelt zogen die Apostel nach Pfingsten in alle Welt, die schwere Aufgabe der Weltmission wahrzunehmen, und nach ihnen sämtliche Glaubensboten durch alle Jahrhunderte hindurch.

Diese frohe Zuversicht leuchtete ihnen voran: Der auferstandene Herr lebt in der Kirche! Er führt sie von Sieg zu Sieg, indem Er in den Heidenvölkern die Macht des Teufels, des Irrtums und der Bosheit überwindet und sie zu ewigem Leben erweckt! Darum scheuten die Missionare weder Mühsale noch Verfolgungen, noch ließen sie sich durch menschliche Berechnungen entmutigen. Nein, sie wussten zutiefst: Christus muss herrschen, sein Ostersieg, seine Erlöserliebe muss alle Menschen erreichen.
Sie sehen also, liebe Gläubige: Die Auferstehung Christi ist die zentrale Wahrheit des katholischen Glaubens, das Fundament, auf dem all ihre Zuversicht gründet! Wie glücklich dürfen wir uns schätzen, dass wir an diese Wahrheit glauben und uns freuen dürfen, den auferstandenen Herrn anzubeten. Wie viele glauben nicht mehr daran und haben letztlich jeden Halt verloren!

Ja, wir leben sogar in einer Zeit, in der auch in der Kirche dieser Glaube angegriffen wird. Es ist nicht zu fassen! Die heutigen Abbruchtheologen leugnen explizit die Auferstehung Christi, unter ihnen höchste Kirchenmänner. Kardinal Kasper beispielsweise behauptet, die Auferstehung Christi sei kein objektiv feststellbares historisches Faktum. Die Ostergeschichten im Evangelium seien legendär. Es handle sich hierbei nicht um geschichtliche Züge, sondern um Stilmittel, d.h. literarische Erfindungen, um Aufmerksamkeit zu wecken und Spannung zu erzeugen – also span-nende Legenden! Nichts weiter. Auferstehung bedeutet nur, dass Christus im Glauben der Apostel und der Kirche weiterlebe.
Das ist eine im wahrsten Sinne des Wortes teuflisch inspirierte Theologie. Man ist sprachlos, wie heute in der Kirche das eigene Fundament zerstört wird. Wen kann es wundern, dass darum alles zusammenbricht!

Dabei ist die Heilige Schrift so klar und explizit: Die Evangelisten und Apostel bezeugen immer wieder die leibliche Auferstehung Christi und folgern daraus: Weil Christus auferstanden ist, darum werden auch wir auferstehen. Zuerst Christus als Haupt, dann wir als Glieder. Der hl. Paulus sagt: „Wenn Christus nicht auferstanden ist, wäre euer Glaube nichtig und ihr wäret bedauernswerter als die Heiden. Nun aber ist er auferstanden!“

Wir, liebe Gläubige, halten uns an die Hl. Schrift und das immerwährende Lehramt der Kirche! Für uns ist Ostern wirklich das Fundament des christ-lichen Lebens.

Dieser frohe Glaube leuchte Ihrem Lebensweg voran und schenke Ihnen stets den Trost und die Sicherheit in der Gewissheit, dass, vereint mit dem auferstandenen Herrn, es niemals je ein Ungemach geben kann, das nicht in Wahrheit Anteil am großen Sieg des Herrn ist und sich in Freude verwandeln wird, die niemand von uns nehmen kann

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen, auch im Namen der Seminargemeinschaft, frohe und gnadenreiche Ostern.

hr P. Stefan Frey

Gottesdienstordnung im Priesterseminar Herz-Jesu, Zaitzkofen
für die Ferienzeit (18.4.2006 bis 30.4.2006)

Täglich:

7:15 Uhr hl. Messe

   

20:00 Uhr Rosenkranz

Außer an folgenden Tagen:

So

23.4.

Weißer Sonntag – II. class.

 

9:00

Uhr hl. Messe mit Predigt

 

17:00

Uhr Vesper

 

20:00

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Di

25.4.

Fest des hl. Markus, Evangelisten – II. class.; Bittag

 

7:15

Uhr Bittprozession mit Bittamt

So

30.4.

Gut-Hirt-Sonntag – II. class.

 

9:00

Uhr hl. Messe mit Predigt

Beichtgelegenheit: An Sonntagen vor und nach der hl. Messe und auf Anfrage

Gottesdienstordnung für die Zeit vom 30.4.2006 bis 7.5.2006

So

30.4.

Gut-Hirt-Sonntag – II. class.

 

9:00

Uhr hl. Messe mit Predigt

Mo

1.5.

Fest des hl. Josef des Handwerkers, Bräutigams der Gottes-mutter – I. class.

 

7:25

Uhr stille hl. Messe

 

10:00

Uhr lev. Hochamt

 

7:15

Uhr Abendmesse

 

18:00

Uhr Vesper

 

20:00

Uhr Maiandacht

Di

2.5.

Fest des hl. Athanasius, Bischofs, Bekenners und Kirchenlehrers

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Mi

3.5.

Wochentag; Gedächtnis der hll. Alexander, Eventius und Theodulus, Martyrer, sowie des hl. Juvenalis, Bischofs und Bekenners

 

7:15

Uhr ges. Requiem für die verstorbenen Freunde und Wohltäter

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Do

4.5.

Fest der hl. Monika, Witwe; Priesterdonnerstag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Maiandacht

Fr

5.5.

Fest des hl. Pius V., Papstes und Bekenners; Herz-Jesu-Freitag

 

6:50

Uhr ges. Amt

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:00

Uhr hl. Stunde

Sa

6.5.

Fest Maria Patrona Bavariae – I. class.;
Herz-Mariä-Sühnesamstag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

16:30

Uhr Aussetzung des Allerheiligsten

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:20

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

Do

7.5.

Dritter Sonntag nach Ostern – II. class.; Äußere Festfeier Maria Patrona Bavariae

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

9:00

Uhr Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr lev. Hochamt

 

18:00

Uhr Vesper

 

20:00

Uhr Maiandacht

Beichtgelegenheit: An Sonn- und Feiertagen ab 7:45 Uhr und auf Anfrage

Katechismus-Unterricht: sonntags von 9:00 – 9:45 Uhr

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