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Briefe und Bücher / Wochenbrief Nr. 4 aus 2008 DruckversionDruckversion  
 
Zaitzkofen, 23. Februar 2008

Kommentar zum Evangelium des dritten Fastensonntags (aus: P. Gabriel, Geheimnis der Gottesfreundschaft, Bd. I, S. 385 ff)

Schon am ersten Fastensonntag hat uns die Kirche Jesus im Kampf mit dem Teufel gezeigt; damals in der demütigen Haltung eines Verteidigers gegenüber den Angriffen des Bösen; heute hingegen zeigt sie uns den Herrn in der Haltung des Angreifers und als mächtigen Sieger.

Das Evangelium (Luk. 11, 14—28) erzählt von einem armen Besessenen, der „stumm war". Mit einem einzigen Akt seiner göttlichen Kraft verjagt Jesus den Teufel. „Als er ausgefahren war, redete der Stumme, und das Volk war ganz bestürzt." Der Feind aber, wie um sich für die Niederlage zu rächen, gibt den Pharisäern die böse Verleumdung ein: „Er treibt die Teufel durch den Obersten der Teufel aus." Jesus ist des Bundes mit dem Bösen angeklagt; er habe vom Teufel die Macht erhalten, den Besessenen zu befreien. Der Herr aber will den Feind gründlich entlarven und antwortet mit strenger Logik, Satan hätte ihm diese Macht nicht geben können, sonst hätte er ja selbst mitgearbeitet am Zerfall seines Reiches. Nein, so kann es nicht gewesen sein. Dann aber treibt Jesus ja „mit dem Finger Gottes" die Teufel aus, d. h. durch göttliche Kraft! Ist Satan stark und kämpfen seine Gesellen mit ihm, den Menschen zu beherrschen, so ist Jesus stärker als er! Der Herr besiegt ihn und entreißt ihm die Beute. Er ist ja dazu gekommen, die Menschheit aus der Macht der Finsternis zu befreien; er ist gekommen, Satans Reich zu vernichten und das Reich Gottes aufzurichten.

Auch heute noch gestattet Gott dem Teufel, daran zu arbeiten, Einzelne und Gemeinschaften zum Bösen hinzuziehen. Aber Jesus hat am Kreuze schon den Preis für unsern Sieg bezahlt, und dieser Preis steht uns zur Verfügung. In der Kraft Christi, mit der Gnade Christi hat heute jeder Christ die Macht, jeglichen Angriff des Feindes zurückzuschlagen. Lassen wir uns also nicht schrecken durch die Triumphe des Bösen. Es sind nur scheinbare Siege. Jesus ist stärker, er ist der einzige und letzte Sieger.

Damit Jesu Sieg über das Böse unser sei, bedarf es offensichtlich unserer Mitarbeit. Im heutigen Evangelium gibt Jesus selbst einige Anhaltspunkte dafür. „Jedes Reich, das in sich uneins ist, zerfällt." Damit sagt der Herr, dass Einigkeit das Geheimnis des Sieges ist. Vor allem die Einheit mit ihm, denn ohne ihn können wir nichts tun; aber auch die Einigkeit mit dem Nächsten. Wollen wir also für den Sieg des Guten arbeiten, so lasst uns — ein Herz und eine Seele — mit unsern Obern, mit unsern Brüdern und Schwestern zusammenwirken. Oft wäre viel mehr des Guten zu erreichen, wenn man auf persönliche Ansichten zu verzichten und voll Eintracht zusammenzuarbeiten wüsste. Manchmal mag es sogar nötig sein, auf Ideen, Pläne oder Mittel zu verzichten, die an sich besser sind; doch lassen wir uns nicht täuschen: das beste ist immer die Eintracht. Spaltung führt nie zum Ziel.

„Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich", fügt Jesus hinzu. Das Christentum lässt keine Gleichgültigen zu. Wer sich nicht entschieden zu Christus bekennt, wer nicht für die Ausbreitung seines Reiches wirkt, stellt sich schon dadurch in Gegensatz zu ihm. Er widersetzt sich dem Guten, ist ein Feind Christi und begünstigt das Böse. Das Gute, das man tun sollte und könnte, unterlassen heißt: schon ein Böses tun, ist eine Zustimmung zur Entfaltung des Bösen.

Die erste Bedingung für den Sieg über das Böse ist die tätige Mitarbeit am Werke Christi, vereint mit den Brüdern. Die zweite ist Wachsamkeit. Jesus macht darauf aufmerksam, dass der Feind des Guten auf der Lauer liegt. Und musste er eine Seele verlassen, so ist er bereit, mit stärkerer Macht in sie zurückzukehren, „mit sieben anderen Geistern, die ärger sind als er". Dazu muss er sie freilich leer finden und seinem Ansturm offen. Ein mächtiges Mittel zur Abwehr des Bösen ist das Wachen im Gebet, das Erfüllen des Herzens mit Gott; dann ist kein Raum mehr für Gottes Feind. Er findet keinen Raum mehr, wenn die Seele ganz mit Gott geeint ist durch das Aufnehmen und Befolgen seines Wortes, seines Willens. Der Frau, die seine Mutter seligpreist, antwortet Jesus: „Mehr noch sind selig, die das Wort Gottes hören und befolgen." Ja, Maria ist selig, weil sie dem Erlöser das Leben geschenkt hat; aber viel seliger noch, weil sie ihm ganz vereint ist in der Beobachtung seines Wortes. Diese Seligkeit ist nicht allein Maria vorbehalten, sondern jeder Seele guten Willens angeboten. Sie ist die stärkste Sicherung gegen den Sieg des Bösen, denn wer mit Gott vereinigt ist, wird stark durch Gottes Kraft.

Sonntag, den 2. März 2008:

Fußwallfahrt zur Klosterkirche St. Michael Paring (Gmd. Langquaid)

Wir laden unsere Gläubigen herzlich zur monatlichen Seminarwallfahrt ein. Wir beten insbesondere für Berufungen und die Heiligung der Diener Gottes. Treffpunkt und Abfahrt mit den Autos ist um 14.00 Uhr auf dem Seminarhof. Die letzten drei Kilometer werden dann zu Fuß zurückgelegt. Für die Rückführung der Chauffeure wird gesorgt sein. Rückkehr ca. 15.30 Uhr.

 

 
Gottesdienstordnung für die Zeit vom 24.2.2008 bis 9.3.2008
 

So

24.2.

Dritter Fastensonntag Oculi – I. class.

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

10:00

Uhr Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Mo

25.2.

Fest des hl. Matthias, Apostels – II. class.; Gedächtnis des Wochentages

 

6:50

Uhr ges. Amt

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Sakramentsandacht

Di

26.2.

Wochentag

 

6:50

Uhr lev. Hochamt, Silbernes Priesterjubiläum von Hochw. P. Thomas Jentzsch

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Mi

27.2.

Wochentag

 

7:15

Uhr ges. Requiem (Jahresgedächtnis) für P. Bruno Isenmann

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Do

28.2.

Wochentag; Gedächtnis des hl. Gabriel von der schmerzhaften Mutter-gottes, Bekenners

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Sakramentsandacht

Fr

29.2.

Wochentag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Kreuzweg

Sa

1.3.

Wochentag; Herz-Mariä-Sühnesamstag

 

6:50

Uhr ges. Amt

 

16:30

Uhr Aussetzung des Allerheiligsten

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

So

2.3.

Vierter Fastensonntag Laetare – I. class.

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

10:00

Uhr Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Mo

3.3.

Wochentag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Di

4.3.

Wochentag; Gedächtnis des hl. Kasimir, Bekenners, und des hl. Lucius, Papstes und Martyrers

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Mi

5.3.

Wochentag

 

7:15

Uhr stille hl. Messe

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Do

6.3.

Wochentag; Gedächtnis der hll. Perpetua und Felicitas, Martyrinnen; Priesterdonnerstag

 

6:50

Uhr ges. Amt

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Sakramentsandacht

Fr

7.3.

Fest des hl. Thomas von Aquin, Bekenners und Kirchenlehrers, Patron der katholischen Hochschulen – I. class.; Gedächtnis des Wochentages; Herz-Jesu-Freitag

 

7:25

Uhr lev. Hochamt

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Sa

8.3.

Wochentag; Gedächtnis des hl. Johannes von Gott, Bekenners

 

6:50

Uhr stille hl. Messe

 

9:30

Uhr Pontifikalamt von S.E. Mgr. Bernard Fellay mit Erteilung der Subdiako-natsweihe

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

So

9.3.

Passionssonntag – I. class.

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

10:00

Uhr lev. Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

 

Beichtgelegenheit: An Sonn- und Feiertagen ab 7:45 Uhr und auf Anfrage

Katechismus-Unterricht: Sonntags von 9:00 – 9:45 Uhr

 
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