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Briefe und Bücher / Wochenbrief Nr. 03 aus 2007 DruckversionDruckversion  
Zaitzkofen, den 10. Februar 2007

Liebe Freunde und Wohltäter!

Der Besuch S.E. Bischof Williamson an den beiden vergangenen Weihetagen des Seminars ließ uns erneut innewerden, wie der Bischof als Ausspender der göttlichen Gnade auch Mittler reinster Freude ist. Bewirken die erhabenen liturgischen Feiern nicht ein sanftes Hineinstrahlen der himmlischen Herrlichkeit in diese Zeit, indem sie uns den Zutritt zur himmlischen Liturgie eröffnen und somit zur Gemeinschaft mit den seligen Himmelsbewohnern?

Die Festtagsfreude fand ihren Nachklang in der Allgemeinen Laber-Zeitung. Lesen Sie dazu die beiden Beiträge, die am 3. und 5. Februar aus diesem Anlass veröffentlicht wurden.

Wann wird die Zeit gekommen sein, in der die erhabenen Reichtümer unserer jahrhundertealten römischen Liturgie endlich wieder der armen Menschheit geschenkt werden, damit die Menschen aus der heutigen materialistischen Diesseitsbezogenheit heraus wieder zu Gott finden und, aus den Quellen wahrer Freude schöpfend, von himmlischer Sehnsucht erfasst, lernen, die vergänglichen Dinge gering zu schätzen?

Laber-Zeitung, 3.2.2007

„Mut zu unveränderlichen Glauben“

Mit Pontifikalamt Seminaristen in Priesterbruderschaft aufgenommen

Zaitzkofen. (sb) Am Lichtmesstag, dem Gedenktag der Darstellung des Jesuskindes im Tempel durch seine Mutter Maria und deren Reinigung nach der Geburt Jesu, feierte die Seminargemeinschaft von Zaitzkofen die Aufnahme von vier Seminaristen in die Priesterbruderschaft St. Pius X. Weitere vier Seminaristen erhielten die Tonsur. Bischof Richard Williamson nahm nach der Lichterprozession die acht Seminaristen im Rahmen eines feierlichen Pontifikalamtes durch Tonsur und Einkleidung in den Stand der Kleriker auf.

Nach der Kerzenweihe mit anschließender Prozession des gesamten Klerus forderte der englische Bischof Richard Williamson in seiner Predigt die acht Weihekandidaten auf, ihr Kreuz auf sich zu nehmen und Christus nachzufolgen. Ihre Ein­kleidung sinnbilde die Verleugnung seiner selbst, die Trennung von dieser Welt und die Weihe an Jesus Christus. In großer Besorgnis sprach er von einer „Glaubensschlacht“, die bitter sei und noch länger andauern werde. Das tridentinische Zeitalter sei seit dem Vaticanum II vorbei und die Kirche befinde sich seit Martin Luther auf einem Rückzugsgefecht.

Die Kirche von Morgen müsse sich gegen den Modernismus und den Globalismus behaupten. Sünde und Glauben seien dieselben; die Umstände jedoch hätten sich erheblich geändert. Er bat die Weihekandida­ten inständig, sie müssten Mut und Überzeugung zum unveränderlichen Glauben manifestieren und dürften nicht „als gute Kameraden fallen“. Mit der Kirche forderte er sie auf: „Seien Sie ein Licht zur Erleuchtung der Heiden - Lumen ad revelationem gentium“, wie es in der Antiphon heiße.

Die anwesenden Gläubigen bat er für die Weihekandidaten zum stärkenden Heiligen Geist und der Mutter Gottes als dem Leitbild der Priester zu beten. Sodann vollzog er die feierlichen Zeremonien der Einkleidung und erteilte an vier Seminaristen die Tonsur.

  Tonsur  

Laber-Zeitung, 5.2.2007

Seminaristen empfingen Niedere Weihen
Bischof Williamson fordert Bekenntnis zum katholischen Glauben
Zaitzkofen. (sb) Am vergangenen Samstag hat der in London geborene Bischof Richard Williamson im Herz-Jesu-Priesterseminar von Zaitzkofen mit der Seminargemeinschaft nach der Einkleidung und Tonsur von acht Seminaristen an Maria Lichtmess erneut einen großen Festtag gefeiert. Im Rahmen eines Pontifikalamtes empfingen sechs Seminaristen die Niederen Weihen.

Als „Ordensleute“ verlassen die sechs Priesteraspiranten die Welt und ihre Angehörigen, um von einer anderen Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Sie verzichten auf das Eingehen der Ehe, auf persönliches Eigentum und unterwerfen sich freiwillig der Autorität ihrer Vorgesetzten. Was die Armut betrifft, verlangt die Kirche, dass Ordenspersonen auf den zu erwartenden Erbteil nicht verzichten, wohl aber auf dessen Verwaltung. Es könnten Lebensumstände eintreten, welche ein normales Ordensleben unmöglich machen.

„Wer deshalb einer klösterlichen Gemeinschaft beitreten will, muss untersuchen, wo noch der wahre Glaube gelehrt wird, die Sakramente erhalten geblieben sind und wo das wahre, vom heiligen Pius V. festgelegte Messopfer noch gefeiert wird, wie dies auch die Statuten der Priesterbruderschaft St. Pius X. vorschreiben“, so die Haltung der Gemeinschaft.

Nach der Einkleidung, dem Noviziat, dem Spiritualitätsjahr, sowie der Tonsur am Lichtmesstag erfolgte Tags darauf am vergangenen Samstag in einem Pontifikalgottesdienst die Erteilung der Niederen Weihen zu Ostiariern und Lektoren an vier Seminaristen und zu Exorzisten und Akolythen an weitere zwei Seminaristen, die in einigen Jahren dann zu Subdiakonen, Diakonen und schließlich zu Priestern geweiht werden können.

Mit Bedauern stellte der Prediger fest, dass das Schiff der Kirche derzeit in einem gewaltigen Sturm schlingere und zuweilen zu bersten drohe. Deshalb forderte er die Weihekandidaten, seine Mitbrüder und alle zahlreich anwesenden Gläubigen auf, nicht müde zu werden im Bekenntnis zum wahren katholischen Glauben aller Zeiten. Dazu empfahl er sie dem Schutz der allerseligsten Jungfrau Maria als dem Leitbild der Priester. Bischof Williamson bekräftigte die Berufung der Weihekandidaten zu Sachwaltern der gesamten katholischen Tradition seit dem ersten Jahrhundert des Christentums, das ihnen eine gewisse Gewalt über den mystischen Leib Christi gebe. Sodann beschrieb er Aufgabe und Funktion der verschiedenen Weihestufen. Dem Ostiarier, also dem Pförtner, werden Kirchenschlüssel ausgehändigt zur Obhut über das Kirchengebäude. Dem Lektoren, dem Vorleser, wird der Auftrag erteilt, die Lesungen aus der Heiligen Schrift zu besorgen; auch die Segnung von Früchten und Brot obliegt ihm. Durch die Übergabe des „Rituale Romanum“ werde ihm großer Glaube und Reinheit des Gewissens auferlegt, um der Welt die Liebe zum Kreuz zu lehren. Als „Mann des Wortes Gottes“ habe der Priester die Aufgabe, mit Klugheit und Härte die göttlich geoffenbarte Wahrheit zu verteidigen gemäß dem Auftrag des Paulus an Timotheus: „Studiere, ermahne und lehre in aller Weisheit und Geduld.“

Als Exorzist erhalte der Weihekandidat die Macht zum spirituellen heiligen Kampf gegen die Gewalten der Finsternis. Er werde fortan die Sünde hassen und die Irrenden lieben. Schließlich werde dem Akolythen, dem Lichtträger, das Licht für den Gottesdienst übertragen, um durch ihr Wort und Beispiel die Welt zu erleuchten und die Seelen zu Gott zu führen gemäß dem Wort Jesu: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Auch der Apostel Paulus fordere sie auf, als „Kinder des Lichtes“ in Gerechtigkeit und Wahrheit zu handeln.

Sodann wurden zu Ostiariern und Lektoren geweiht: Matthias De Clerque, Diözese Gent, Belgien, Aleš Hakl, Diözese Brunn, Tschechien, Markus Ignaz Pfluger, Diözese Basel, Schweiz, und Elias Stolz, Bozen-Brixen, Italien.
Die Weihe zu Exorzisten und Akolythen empfingen: Thomas Suter, Diözese Chur, Schweiz, und Lukasz Szydlowski, Lublin, Polen.

  Niedere Weihen  
 
Mit priesterlichen Segensgrüßen
Ihr
P. Stefan Frey
 
Gottesdienstordnung für die Zeit vom 11.2.2007 bis 25.2.2007
 

So

11.2.

Sonntag Sexagesima – II. class.

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

9:00

Uhr Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Mo

12.2.

Fest der hll. Sieben Stifter des Servitenordens, Bekenner

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Di

13.2.

Wochentag

 

7:15

Uhr ges. Requiem für die verstorbenen Freunde und Wohltäter

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Mi

14.2.

Wochentag; Gedächtnis des hl. Valentin, Priesters und Martyrers

 

7:15

Uhr stille hl. Messe

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Do

15.2.

Wochentag; Gedächtnis des hl. Faustinus und Jovita, Martyrer

 

7:15

Uhr  Kommunitätsmesse

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Sakramentsandacht

Fr

16.2.

Wochentag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Kreuzweg

Sa

17.2.

Muttergottessamstag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

So

18.2.

Sonntag Quinquagesima – II. class.

8:00

Uhr hl. Messe

9:00

Uhr Glaubensvortrag

10:00

Uhr Hochamt, anschl. Aussetzung des Allerheiligsten und Beginn des 40-stündigen Gebets bis Dienstagmorgen

17:00

Uhr Vesper mit Andacht

Mo

19.2.

Wochentag

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Di

20.2.

Wochentag

 

6:15

Uhr Einsetzung des Allerheiligsten

 

6:50

Uhr ges. Amt (Votivmesse vom Allerheiligsten Altarsakrament)

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Mi

21.2.

Aschermittwoch – I. class., gebotener Fast- u. Abstinenztag

 

6:50

Uhr Aschenweihe und Austeilung des Aschenkreuzes, anschl. ges. Amt

 

17:15

Uhr Abendmesse, anschl. Austeilung des Aschenkreuzes

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Do

22.2.

Thronfest des hl. Apostels Petrus – II. class.

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Sakramentsandacht

Fr

23.2.

Wochentag; Gedächtnis des hl. Petrus Damiani, Bischofs, Bekenners und Kirchenlehrers

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Kreuzweg

Sa

24.2.

Fest des hl. Matthias, Apostels – II. class.; Gedächtnis des Wochentages

 

6:50

Uhr gesunges Amt

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Sakramentsandacht

So

25.2.

Erster Fastensonntag Invocabit me – I. class.

8:00

Uhr hl. Messe, anschl. Austeilung des Aschenkreuzes

9:00

Uhr Glaubensvortrag

10:00

Uhr Hochamt, anschl. Austeilung des Aschenkreuzes

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

 

Beichtgelegenheit: An Sonn- und Feiertagen ab 7:45 Uhr und auf Anfrage

Katechismus-Unterricht: Sonntags von 9:00 – 9:45 Uhr

 
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