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Briefe und Bücher / Wochenbrief Nr. 02 aus 2007 DruckversionDruckversion  
Zaitzkofen, den 27. Januar 2007

„Es bekleide dich der Herr mit dem neuen Menschen, der nach Gott geschaffen ist, in Gerechtigkeit und wahrhafter Heiligkeit“ (aus dem Ritus der Erteilung der Tonsur).

Liebe Freunde und Wohltäter!

S.E. Bischof Williamson wird in den kommenden Tagen durch die Verleihung des klerikalen Gewandes, der Erteilung der Tonsur und der Niederen Weihen unsere Seminaristen der ersten vier Jahrgänge auf dem Weg zum Priestertum voranführen. Die Kirche möchte auf diese Weise ihre jungen Leviten langsam und schrittweise in ihr so erhabenes und verantwortungsvolles Amt einführen und ihnen auf jeder neuen Stufe die entsprechenden Gnaden und Vollmachten verleihen, die sie darauf vorbereiten, einst am Tage ihrer Priesterweihe mit der Fülle der priesterlichen Würde bekleidet zu werden.

Der erste feierliche Schritt auf diesem Weg des von Gott Berufenen ist der Empfang der geweihten Soutane. Diese ist ein sprechendes Symbol für seine Weihe an Gott und seinen heiligen Dienst und die damit verbundene Trennung von der Welt. Folgende Zeilen* sollen die tiefe Bedeutung des Klerikerkleides aufzeigen, woraus man auch erkennen wird, wie das beinahe vollständige Verschwinden des geistlichen Gewandes in der „modernen Kirche“ einen viel tiefer liegenden Verlust offenbart, nämlich jenen des Glaubens an das Priestertum.

*Aus dem Buch von Bernardin Goebel, Auf sieben Stufen zum Altar

„Die Kirche macht den Klerikern vom Tage der Tonsur ab selbst im Alltag das Tragen eines besonderen Standeskleides zur Pflicht. Das »geistliche Kleid« sollte uns immer und überall als »Kleriker« kenntlich machen. Als Männer, die der Herr zu seinem besonderen Anteil erwählt (Nm 18,20), die aber auch ihrerseits in freier Liebe den Herrn zu ihrem einzigen Anteil erkoren haben. Dieses »geistliche Kleid« gilt manchen als »Zopf« aus einer vergangenen Zeit, der in unsere Welt nicht mehr passt, der dem Priester den Zugang zu den Menschen von heute versperrt. Die Kirche mit ihrer Weisheit von oben und ihrer Erfahrung von Jahrhunderten denkt anders. Sie sieht darin mehr als ein Stück heiliger Tradition, das sie schon deswegen ehrfürchtig hütet wie die mittelalterlichen Kirchen und Dome. Das Priesterkleid gilt ihr als Schutz priesterlichen Geistes inmitten einer unchristlichen Welt; als Schutz, den nur Selbsttäuschung und Überheblichkeit gering anschlagen. Es gilt ihr als Formkraft, die den Träger des Kleides zu einer priesterlichen Haltung erzieht. Nicht zuletzt sieht die Kirche im geistlichen Kleid ein offenes Bekenntnis zur Welt des Glaubens, zur Welt Gottes, der der Priester sich ganz verschrieben hat. Dieses Bekenntnis mag die einen stoßen und zum Widerspruch, zum Spott reizen. Der Gekreuzigte bleibt der Welt immer »ein Ärgernis und eine Torheit« (1 Kor 2,23). »Wo Jesus Christus schreitet, da zittert der Staub« (Claudel). Vielen Laien ist dieses offene Bekenntnis aber auch eine Stärkung ihres Glaubens. Es weckt und festigt ihr christliches Selbstbewusstsein. Es ist für sie wie ein Gruß der sichtbaren Kirche, ihrer Mutter. Das völlige Verschwinden des geistlichen Kleides aus dem modernen Straßenbild wäre gewissermaßen die von der Kirche selbst ausgestellte Quittung, dass die seit Jahrhunderten alle christlichen Spuren aus der Öffentlichkeit tilgende Säkularisation ihr Werk vollendet hat und reine Weltlichkeit das Feld behauptet. Mit Recht schreibt Gertrud von le Fort in ihren »Hymnen an die Kirche«: »Deine Diener tragen Gewänder, die nicht alt werden«.“

Ebenso wie die Soutane gehört auch der Chorrock zur priesterlichen Gewandung. Das weiße Kleid ist Ausdruck der Festfreude und gemahnt den Kleriker, seinen Dienst stets in heiliger Freude zu vollziehen.

Gerne laden wir Sie, liebe Gläubige, zu den feierlichen Zeremonien am 2. und 3. Februar ein, damit Sie an unserer Freude Anteil haben. Insbesondere aber empfehlen wir unsere Kandidaten Ihrem Gebet.

 

Mit priesterlichen Segensgrüßen
P. Stefan Frey
Gottesdienstordnung für die Zeit vom 28.1.2007 bis 11.2.2007

So

28.1.

Vierter Sonntag nach Erscheinung – II. class.

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

9:00

Uhr Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Mo

29.1.

Fest des hl. Franz von Sales, Bischofs, Bekenners und
Kirchenlehrers

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Di

30.1.

Fest der hl. Martina, Jungfrau und Martyrerin

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Mi

31.1.

Fest des hl. Johannes Bosco, Bekenners

 

7:15

Uhr stille hl. Messe

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Do

1.2.

Fest des hl. Ignatius, Bischofs und Martyrers; Priester-
donnerstag

 

7:15

Uhr  Kommunitätsmesse

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Sakramentsandacht

Fr

2.2.

Fest Mariä Reinigung (Lichtmeß) – II. class; Herz-Jesu-Freitag

 

6:50

Uhr stille hl. Messe

9:15

Uhr Kerzenweihe und Prozession, anschließend Pontifikalamt von
S.E. Weihbischof Richard Williamson mit Einkleidung und
Erteilung der Tonsur

 

17:00

Uhr Abendmesse in der Immaculata-Kapelle

 

18:00

Uhr hl. Stunde

Sa

3.2.

Muttergottessamstag; Gedächtnis des hl. Blasius, Bischofs und
Martyrers; Herz-Mariä-Sühnesamstag

 

6:50

Uhr stille hl. Messe, anschl. Blasiussegen

 

9:30

Uhr Pontifikalamt von S. E. Weihbischof Richard Williamson mit
Erteilung der Niederen Weihen

 

18:15

Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

So

4.2.

Sonntag Septuagesima – II. class.

8:00

Uhr hl. Messe, anschl. Blasiussegen

9:00

Uhr Glaubensvortrag

10:00

Uhr Hochamt, anschl. Blasiussegen

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Mo

5.2.

Fest der hl. Agatha, Jungfrau und Martyrerin

7:15

Uhr Kommunitätsmesse, anschl. Segnung des Agathabrotes

 

- keine Abendmesse -

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Di

6.2.

Fest des hl. Titus, Bischofs und Bekenners; Gedächtnis der hl. Dorothea, Jungfrau und Martyrerin

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Mi

7.2.

Fest des hl. Romuald, Abtes

 

7:15

Uhr stille hl. Messe

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Do

8.2.

Fest des hl. Johannes von Matha, Bekenners

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Sakramentsandacht

Fr

9.2.

Fest des hl. Cyrill von Alexandrien, Bischofs und Kirchen-
lehrers;
Gedächtnis der hl. Apollonia, Jungfrau und Martyrerin

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Kreuzweg

Sa

10.2.

Fest der hl. Scholastika, Jungfrau

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

So

11.2.

Sonntag Sexagesima – II. class.

8:00

Uhr hl. Messe

9:00

Uhr Glaubensvortrag

10:00

Uhr Hochamt

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

 

Beichtgelegenheit: An Sonn- und Feiertagen ab 7:45 Uhr und auf Anfrage

Katechismus-Unterricht: Sonntags von 9:00 – 9:45 Uhr

 
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