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Briefe und Bücher / Wochenbrief Nr. 01 aus 2010 DruckversionDruckversion

 

Zaitzkofen, 23. Jan. 2010

Liebe Gläubige!

Kaum waren unsere Seminaristen aus ihren wohl verdienten Weihnachtsferien zurückgekehrt, erwartete sie bereits eine neue Herausforderung: ihre Kenntnisse in den heiligen Wissenschaften wurden ab dem 14. Januar auf den Prüfstand gestellt. Jeweils zum Semesterende werden in allen Unterrichtsfächern Klausuren geschrieben, und da kommt doch einiges zusammen. Nach fünf einstündigen schriftlichen Tests in den „kleineren“ Fächern werden die Seminaristen in drei Hauptfächern sowohl schriftlich wie auch mündlich geprüft. Im Verlauf ihrer sechs Studienjahre durchlaufen die Studenten immerhin rund 20 Disziplinen; sie seien hier kurz stichwortartig aufgelistet: Latein (oder / und Griechisch, Hebräisch), Spiritualität, Akte des Lehramts (Studium lehramtlicher Dokumente), Gregorianik, die philosophischen Fächer Logik, Kosmologie (Naturphilosophie), Psychologie, Metaphysik, Theodizee (philosophische Gotteslehre), Ethik; sodann Apologetik, Ekklesiologie (Lehre von der Kirche), Kirchengeschichte, Exegese (Lehre von der Heiligen Schrift), Liturgiewissenschaft, Kirchenrecht, Pastoraltheologie, Pädagogik und schließlich die „Königsdisziplinen“ Dogmatik und Moraltheologie. Um in der heutigen sophistischen Zeit kompetenter Künder des Wortes Gottes zu sein, muss sich der zukünftige Priester in langjährigem Studium das notwendige solide Wissen aneignen. Studium, geistliches Leben, Gemeinschaftsleben mit seinen verschiedenen Diensten bilden mithin die tragenden Säulen des Seminarlebens, das den zukünftigen Apostel Jesu und Mariä heranbilden soll.

Schweigender Hochbetrieb

Während der Weihnachtswoche herrschte übrigens im Seminar schweigender Hochbetrieb. Das Seminar war bis auf das letzte Zimmer gefüllt, da 41 Männer gekommen waren, um sich den geistlichen Übungen des hl. Ignatius zu widmen. Den Parallelkurs in Porta Caeli mitgerechnet, bedeuten die insgesamt 64 Teilnehmer an den Weihnachtsexerzitien ein neues Rekordergebnis. Die nackten Zahlen sagen jedoch noch nichts über die geistige Fruchtbarkeit der ignatianischen Exerzitien aus. Es ist jedes Mal beeindruckend mitzuerleben, wie viel innere Kraft und Freude, Licht und geistige Nahrung jene schöpfen, welche die fünf Tage „opfern“, um gute Exerzitien zu machen.

Wir können nur lebhaft die herrlichen Lobworte Papst Pius XI. unterstreichen, die sich bei jedem Exerzitienkurs neu bewahrheiten: „Es ist eine ausgemachte Sache : unter all den Exerzitienmethoden … hat eine stets den ersten Rang eingenommen; reichlich und wiederholt durch die Billigung des Apostolischen Stuhles ausgezeichnet … hat sie durch fast vierhundert Jahre ganz außerordentlich viele Früchte der Heiligkeit hervorgebracht. Wir denken an die Methode, die der heilige Ignatius von Loyola einführte, den man den hauptsächlichsten und besondern Lehrmeister der geistlichen Exerzitien nennen darf. Sein wunderbares Exerzitienbuch, klein an Umfang, aber voll himmlischer Weisheit, wurde schon von Unserem Vorgänger Paul III. feierlich gutgeheißen, gelobt und empfohlen. Schon damals … war es hervorragend berühmt als kluges und allgemein gültiges Regelbuch, um die Seelen den Weg des Heiles und der Vollkommenheit zu führen, als unerschöpfliche Quelle bewährter und gediegener Frömmigkeit, als energischer Antrieb und kundiger Wegweiser zur Besserung des Charakters und Erreichung eines Höhepunktes im geistlichen Leben.“ (Enzyklika Mens nostra vom 20.12.1929).

Wir wüssten Ihnen darum, liebe Gläubige, zu Beginn des neuen Jahres keinen besseren Ratschlag zu geben, als dass Sie rechtzeitig Ihre Teilnahme an einem der Exerzitienkurse einplanen, besonders wenn Sie seit mehreren Jahren nicht mehr – oder noch gar nie – daran teilgenommen haben, um so Zugang zu finden zur „Schatzkammer, die Gott seiner Kirche in diesen letzten Zeiten erschlossen hat“ (Pius XI.). Die Daten sind jeweils im Mitteilungsblatt publiziert.

Sie auch im neuen Jahr unseres treuen Gebets in all Ihren Anliegen versichernd und Sie dem Schutz der Heiligen Familie empfehlend, grüßt Sie, mit priesterlichem Segen

 

P. Stefan Frey

 

Gewolltes Schweigen

Gespräche unter Mitarbeitern der jungen Freiheit drehen sich in der ersten Woche eines neuen Jahres – wie sicher auch in anderen Büros – vor allem um Erzählungen, wie ein jeder die Weihnachts- und Neujahrszeit verlebt hat. Die wohl ungewöhnlichste Geschichte hatte diesmal ein Redakteur zu bieten, dessen Name hier auf eigenen Wunsch ungenannt bleiben soll. Er nahm – zusammen mit etwa vierzig Männern unterschiedlichen Alters aus ganz Deutschland – an fünftägigen Schweigeexerzitien in einem katholischen Priesterseminar teil.

Die Exerzitien – das sind im wesentlichen geistliche Übungen – nach dem hl. Ignatius von Loyola (1491-1556) dienen der kontemplativen Lebenshaltung. Der als junger Mann allen „Eitelkeiten der Welt" zugetane baskische Ritter Lopez de Loyola verbrachte nach einer schweren Verletzung mehrere Monate in einem Kloster, wo er in strenger Askese zur Seelenruhe und inneren Einkehr fand. Später wurde er Priester, Missionar und zu einem der wichtigsten Mitbegründer der Gesellschaft Jesu (Jesuitenorden). Die auf ihn zurückgehenden Exerzitien zur Vervollkommnung rühmte ein nachmaliger Papst als ein „wunderbares Werkzeug für das Heil der Seelen von unvergleichlicher Wirkkraft".

Nach den fünf Tagen Schweigen im Priesterseminar kann der JF-Kollege das nun aus eigener Erfahrung vorbehaltlos bestätigen.

Thorsten Thaler

 
 
Gottesdienstordnung für die Zeit vom 24.1.2010 bis 7.2.2010
So 24.1. Dritter Sonntag nach Erscheinung – II. Klasse
  8:00 Uhr hl. Messe
  9:00 Uhr Glaubensvortrag
  10:00 Uhr lev. Hochamt
  17:00 Uhr Vesper mit Sakramentsandacht
Mo 25.1.

Fest der Bekehrung des hl. Apostels Paulus

  7:15
Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Rosenkranz
Di 26.1.

Fest des hl. Polykarp, Bischofs und Martyrers

  7:15 Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Rosenkranz
Mi 27.1.

Fest des hl. Johannes Chrysostomus, Bischofs, Bekenners und Kirchenlehrers

  7:15 Uhr stille hl. Messe
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Rosenkranz
Do 28.1.

Fest des hl. Petrus Nolascus, Bekenners;
Gedächtnis der hl. der Agnes, Jungfrau und Martyrin

  7:15 Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Sakramentsandacht
Fr 29.1.

Fest des hl. Franz von Sales, Bischofs, Bekenners und Kirchenlehrers

  7:15 Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Kreuzweg
Sa 30.1. Fest der hl. Martina, Jungfrau und Martyrin
  7:15 Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Rosenkranz
So 31.1.

Sonntag Septuagesima – II. Klasse

  8:00 Uhr hl. Messe
  9:00 Uhr Glaubensvortrag
  10:00 Uhr lev. Hochamt
  17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Mo 1.2. Fest des hl. Ignatius, Bischofs und Martyrers
  7:15 Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Rosenkranz
Di 2.2. Fest Mariä Reinigung (Lichtmeß) – II. Klasse
  6:50 Uhr stille hl. Messe
  9:15

Uhr Kerzenweihe und Prozession, anschließend Pontifikalamt von S. E. Mgr. Bernard Tissier de Mallerais  mit Einkleidung und Erteilung der Tonsur

  17:15 Uhr Abendmesse in der Immaculata-Kapelle
  18:25 Uhr Vesper
Mi 3.2.

Wochentag; Gedächtnis des hl. Blasius, Bischofs und Martyrers

  6:50 Uhr stille hl. Messe
  9:30 Uhr Pontifikalamt von S. E. Mgr.  Bernard Tissier de Mallerais  mit Erteilung der Niederen Weihen
  17:15 Uhr Abendmesse in der Immaculata-Kapelle
  18:30 Uhr Rosenkranz
Do 4.2. Fest des hl. Andreas Corsini, Bischofs und Bekenners; Priesterdonnerstag
  7:15 Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:30 Uhr Sakramentsandacht
Fr 5.2. Fest der hl. Agatha, Jungfrau und Martyrin; Herz-Jesu-Freitag
  7:15 Uhr Kommunitätsmesse
  17:15 Uhr Abendmesse
  18:00 Uhr hl. Stunde
Sa 6.2. Fest des hl. Titus, Bischofs und Bekenners; Gedächtnis der hl. Dorothea, Jungfrau und Martyrerin; Herz-Mariä-Sühnesamstag
  7:15 Uhr ges. Amt
  17:15 Uhr Abendmesse
  17:50 Uhr Aussetzung des Allerheiligsten
  18:20 Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz
So 7.2. Sonntag Sexagesima  – II. Klasse
 

8:00

Uhr hl. Messe

  9:00 Uhr Glaubensvortrag
  10:00 Uhr lev. Hochamt
  17:00 Uhr Vesper mit Sakramentsandacht
 
Beichtgelegenheit: An Sonn- und Feiertagen ab 7:45 Uhr und auf Anfrage
Katechismus-Unterricht: sonntags von 9:00 – 9:45 Uhr
 
 
 
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