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Briefe und Bücher / Wochenbrief Nr. 1 aus 2009 DruckversionDruckversion  
Zaitzkofen, 17. Januar 2009

Gedanken zum Neuen Jahr

Liebe Gläubige!

Jeder Jahresbeginn lässt uns mit erwartungsvollem, vielleicht auch etwas bangem Blick in die Zukunft blicken und in kindlichem Vertrauen Gott bitten, das neue Jahr möge ein von Ihm gesegnetes werden. Die gegenwärtige Lage der Welt ist ja durchaus nicht geeignet, unseren Optimismus anzuregen, doch in allem, was auch kommen mag, wollen wir uns als Christen mit frohem Mut und großherziger Hingabe an Gott wappnen, damit auch das Jahr 2009 ein Jahr des Heiles werde und wir die zu erwartenden Prüfungen gelassen aus der Hand Gottes annehmen und mit seiner Hilfe bestehen.
Die hl. Gertrud berichtet im Gesandten der göttlichen Liebe, wie unser Herr ihr an einem zweiten Sonntag nach Epiphanie erklärte, dass diese hingebende Liebe Ihm nicht nur überaus wohlgefällig und uns heilsam ist, sondern auch von jeder Seele leicht zu üben ist:

« Während sie (die hl. Gertrud) am Sonntag Omnis Terra … durch eine geistige Beicht sich vorbereitete und bei der Erinnerung an ihre Sünden sich verunstaltet vorkam, schritt sie zu den Füßen des Herrn Jesus vor, um diese Verunstaltung abzulegen, und erflehte vom Herrn die Verzeihung aller Sünden. Dieser erhob seine ehrwürdige Hand und gab ihr den Segen mit den Worten: „Verzeihung und Nachlassung aller Sünden erteile ich dir aus dem Innersten meiner Liebe. Zur wahren Sühnung aller deiner Vergehen nimm von mir die dir aufgelegte Genugtuung an, nämlich während dieses ganzen Jahres an jedem einzelnen Tage irgendein gutes Werk zu verrichten in Vereinigung mit jener Liebe, in welcher ich dir alle deine Sünden nachgelassen habe.“

Sie nahm es dankbar an, war jedoch wegen der menschlichen Gebrechlichkeit ein Weilchen zweifelhaft und sagte: „Aber was soll ich tun, o Herr, wenn ich dies bei vorkommender Gelegenheit irgendwie vernachlässige?“ worauf der Herr erwiderte: „Warum solltest du vernachlässigen, was du so leicht vollbringen kannst? Denn mir genügt es, wenn du auch nur einen Schritt in solcher Absicht tust oder einen Strohhalm von der Erde aufhebst oder ein einzig Wort redest oder jemand eine freundliche Miene machst oder das ,Gib ihnen die ewige Ruhe' für die Verstorbenen oder ein sonstiges Gebetchen für die Sünder oder auch für die Gerechten sprichst.“

Hierüber sehr getröstet, begann sie für ihre besondern Freunde zu beten, damit auch sie von der göttlichen Barmherzigkeit solchen Trost empfingen. Ihrer Bitte zustimmend, sprach der Herr: „Alle, welche mit dir diese dir auferlegte Genugtuung verrichten wollen, sollen auch zugleich mit dir die Verzeihung aller ihrer Sünden durch diesen meinen Segen empfangen.“ Und abermals seine ehrwürdige Hand weithin ausstreckend, gab er den Segen. Darauf fügte er hinzu: „O mit wie reichem Segen möchte ich den empfangen, welcher nach Ablauf eines Jahres zu mir zurückkehrend solche Frucht brächte, daß seine Liebeswerke während des Jahres die Zahl der Sünden, die er in dem Jahre begangen, überträfen!“ Mit etwas Mißtrauen sagte sie: „Wie kann das geschehen, da der Sinn des Menschen so sehr zum Bösen geneigt ist, daß er sogar in den einzelnen Stunden vielfach fehlt?“

Der Herr antwortete: „Aber warum erscheint dir dies so schwer, da ich, der allmächtige Gott, wenn der Mensch auch nur ein wenig Fleiß anwenden will, bereit bin, ihm so sehr zu helfen, daß meine göttliche Weisheit den Sieg gewinnen muß?“ Als sie hierauf sagte: „Was versprichst du, o Herr, dem zu geben, der dies mit deiner Hilfe vollbringt?“ erwiderte er: „Dies kann dir nicht passender beantwortet werden als mit den Worten: Kein Auge hat es gesehen, kein Ohr gehört, und es ist in keines Menschen Herz gedrungen.“ O wie glücklich wäre derjenige, der vor seinem Tode auch nur ein Jahr oder wenigstens einen Monat in solchem Streben der Liebe verbracht hätte! Auch er könnte sicher hoffen, von der Hand des gütigsten Herrn ähnliches zu empfangen. »

Das göttliche Kind und seine hochheilige Mutter mögen Sie segnen und Ihnen helfen, jeden Tag in ihrer Liebe zu wachsen und ihnen immer treuer zu dienen.  –

Am kommenden 1. und 2. Februar dürfen die meisten unserer Seminaristen auf ihrem Weg zu Priestertum eine Stufe höher steigen und so ihrem hehren Ziel näherkommen. Unser Generaloberer wird den sieben neuen Seminaristen das geistliche Gewand verleihen und den höheren Jahrgängen die Tonsur bzw. je zwei der Niederen Weihen spenden. Gerne empfehlen wir die Kandidaten ihrem Gebet, wie auch wir Sie unseres beständigen dankbaren Gebetes versichern.

P. Stefan Frey
 
 
Gottesdienstordnung für die Zeit vom 18.1.2009 bis 1.2.2009
 

So

18.1.

Zweiter Sonntag nach Erscheinung – II. class; 18.1. – 25.1. Weltgebetsoktav für die Einheit im Glauben

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

9:00

Uhr Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr  lev. Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Mo

19.1.

Wochentag; Gedächtnis der hll. Marius, Martha, Audifax und Abachum, sowie des hl. Königs Kanut, Martyrer

 

7:15

Uhr ges. Requiem für die verstorbenen Freunde und Wohltäter

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Di

20.1.

Fest des hl. Fabian, Papstes und Martyrers, und des hl. Sebastian, Martyrers

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Mi

21.1.

Fest der hl. Agnes, Jungfrau und Martyrin

 

7:15

Uhr stille hl. Messe

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Do

22.1.

Fest der hll. Vincentius und Anastasius, Martyrer

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Sakramentsandacht

Fr

23.1.

Fest des hl. Raymund von Peñaforte, Bekenners; Gedächtnis der hl. Emerentiana, Jungfrau und Martyrin

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr  Abendmesse

 

18:30

Uhr Kreuzweg

Sa

24.1.

Fest des hl. Timotheus, Bischofs und Martyrers

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

So

25.1.

Dritter Sonntag nach Erscheinung – II. class.

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

9:00

Uhr Glaubensvortrag

 

10:00

Uhr lev. Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Mo

26.1.

Fest des hl. Polykarp, Bischofs und Martyrers

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Di

27.1.

Fest des hl. Johannes Chrysostomus, Bischofs, Bekenners und Kirchenlehrers

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Mi

28.1.

Fest des hl. Petrus Nolascus, Bekenners; Gedächtnis der hl. Agnes, Jungfrau und Martyrin

 

7:15

Uhr stille hl. Messe

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Do

29.1.

Fest des hl. Franz von Sales, Bischofs, Bekenners und Kirchenlehrers

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Sakramentsandacht

Fr

30.1.

Fest der hl. Martina, Jungfrau und Martyrin

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Kreuzweg

Sa

31.1.

Fest des hl. Johannes Bosco, Bekenners

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse in der Immaculata-Kapelle

 

18:30

Uhr Rosenkranz

So

1.2.

Vierter Sonntag nach Erscheinung – II. class.

 

8:00

Uhr  hl. Messe

 

9:30

Uhr Pontifikalamt von S. E. Mgr. Bernard Fellay mit Erteilung der Niederen Weihen

 

17:00

Uhr Pontifikalvesper mit Sakramentsandacht

 

Beichtgelegenheit: An Sonn- und Feiertagen ab 7:45 Uhr und auf Anfrage

Katechismus-Unterricht: Sonntags von 9:00 – 9:45 Uhr

 
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