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Briefe und Bücher / Wochenbrief Nr. 1 aus 2008 DruckversionDruckversion  
Harare, 12. Januar 2008

Ein Dankesbrief aus Simbabwe

Liebe Freunde und Wohltäter von Simbabwe!

H. H. Pater Frey hat mir gestattet, in Ihrem Wochenbrief einige Worte an Sie zu richten, und ich nutze diese Gelegenheit, um Ihnen zu danken!
Erzbischof Lefebvre hatte Recht, wenn er sagte, dass die deutschsprachigen Länder sehr großzügig seien. Ja, ein herzliches Vergelt`s Gott für Ihre geistige Unterstützung durch Ihre Gebete sowie Ihre materielle Hilfe in Form von Geldspenden oder Paketen. „Qu’ll est bon le Bon Dieu – Wie gut ist Er doch, der gute Gott“, wie Pater Barrielle zu sagen pflegte!
Wir haben 99% der gesandten Pakete erhalten! Dank der Freundlichkeit der katholischen Postbeamten wurde auf die Steuern verzichtet, und praktisch jeden Sonntag kann eine Verteilung von Lebensmittelpaketen an unsere etwa 90 Familien durchgeführt werden.
Wenn Sie die Freude der Eltern und ihrer Kinder sehen könnten, mit der sie den Inhalt der Pakete bewundern! Man kann wirklich sagen, dass alle Lebensmittel gerade zur rechten Zeit kommen. Hier in Simbabwe fehlt es an allem, und die Preise sind derart hoch, dass die wenigen Esswaren unerschwinglich bleiben!

  Verteilung der Lebensmittel an die Familien  

Es scheint, dass ein Bericht der UNO den Hungertod von vier Millionen Simbabwern voraussagt, falls sich die Lage nicht ändern sollte. Ich glaube das. Ja, die Krise ist noch nicht überstanden.
Dank der geleisteten Hilfe versuchen wir auch, Nahrung aus Südafrika zu importieren. Aber bis heute blieb dies erfolglos. An Hindernissen fehlt es nicht! Beten wir, damit dieses Mittel genutzt werden kann, um so Lebensmittel in größerer Menge zu erhalten. Allerdings muss man sagen, dass im Moment die Postpakete das einzige wirksame Mittel bleiben, um Nahrungsmittel zu erhalten! Vielen Dank für Ihre Geduld, mit der Sie die Lebensmittel aufs sorgfältigste einpacken!
Auch unsere 380 Gläubigen danken Ihnen aus tiefstem Herzen für Ihre Hilfe! Sie sind sich sehr wohl der Opfer bewusst, welche Sie bringen, um ihnen zu helfen. Übrigens sind sie seit dem Beginn der Krise glaubenseifriger. In Unglück und Not falten sich die Hände leichter zum Gebet!
Unsere Mission in Tafara (30 km von unserem Priorat entfernt) hat sich sehr gut entwickelt. Ein Mädchen (Lucie) von 15 Jahren hat es in die Wege geleitet. Sie hat die Kinder ihres Dorfes eingeladen, zum Katechismusunterricht zu kommen. Das war im Jahre 2006. Letztes Jahr starb eines dieser jungen Mädchen, Mary-Debra, im Alter von 14 Jahren an einem Gehirntumor. Sie gab Gott ihre Seele einen Monat nach ihrer Taufe zurück. Seitdem sind die Gläubigen viel zahlreicher! Mehr als 200 Personen kommen jetzt jeden Sonntag, um am Katechismus teilzunehmen.

Selbst der Bürgermeister ist aus Verwunderung über die Veränderung seiner “Bürger” jetzt Katechumene (Taufschüler) geworden! Vor der Missionierung stritten sich die Menschen (indem sie sich die Kleider vor dem gesamten Dorf herunterrissen), und Eifersucht und andere Feindschaften herrschten! Jetzt ist alles ruhig, und um 17.30 Uhr läutet die Glocke für alle Dorfbewohner zum täglichen Rosenkranz, der in unserer kleinen behelfsmäßig eingerichteten Kapelle gebetet wird. Was war es für eine große Freude vergangene Weihnachten, 31 Kinder zu taufen, von denen der Großteil aus unserer Mission in Tafara kommt. Beten wir, damit wir eines Tages eine richtige Kapelle in Tafara errichten können!
Und trotz dieser herrschenden “Todesstimmung” leuchtet unser Priorat weiterhin durch das Land. Nächsten Sonntag beginnt wieder der Katechismusunterricht (nach den Ferien) und wir erwarten mehr als 250 Kinder, die in 17 Gruppen aufgeteilt sind. Wie gut ist doch der liebe Gott, uns so viele kleine, unschuldige Seelen zu schicken, um den katholischen Glauben zu empfangen oder zu vertiefen!

Ich sage “unschuldige Seelen”, da hier die Abtreibung, die Pornographie, die Euthanasie, die Prostitution, die Homosexualität, unschamhafte Kleidung etc... per Gesetz verboten sind. In einem gewissen Sinne leben wir in einer relativ wohlbehüteten Welt! Und da der Großteil meiner Gläubigen keine Elektrizität hat, erübrigt sich die Frage nach dem Fernsehen!
Da es in einem Missionsland nicht an Bedürfnissen mangelt, beten wir derzeit auch darum, ein benachbartes Haus für eine Schule und ein Altersheim kaufen zu können. Denn in der Tat wandern die Lehrer nach Südafrika aus, da das Gehalt und die Krise ihnen in Simbabwe kein Überleben erlauben. Sie versuchen die Grenze zu passieren, die uns von Südafrika trennt, und da Simbabwe keine Pässe mehr ausstellt, versuchen sie illegal einen Grenzfluss zu durchschwimmen, in dem zahlreiche Krokodile lauern. Nicht wenige Familien wurden bereits von diesen prähistorischen Tieren verschlungen!

  Missionsstation in Harare - Simbabwe  

Folglich erhalten unsere Kinder kaum mehr eine schulische Ausbildung. Außerdem können unsere älteren oder allein stehenden Personen ihre Miete nicht mehr bezahlen oder sich mit Lebensmitteln versorgen. Deshalb beten wir dafür, eine Schule und ebenso ein Seniorenheim eröffnen zu können. Das Haus, welches wir in Aussicht haben, ist sehr gut und genügend groß, um diese beiden Wünsche in die Tat umsetzen zu können! Es würde dann ausreichen, die Trennmauer zu öffnen, um unser Anwesen zu erweitern!
Beten Sie bitte auch für einen jungen Mann im Alter von 25 Jahren (Pius), der Ende Januar in das Seminar in Australien eintreten wird. Das ist die erste Priesterberufung eines Schwarzen aus Simbabwe (das Priorat hat bereits 11 Berufungen hervorgebracht!).

Liebe Gläubige aus Deutschland, der Schweiz und Österreich, ich hoffe, Sie mit diesen Nachrichten aus unserem Land wieder zu ermutigen, um uns eventuell weiterhin zu unterstützen! Möge es Ihnen der liebe Gott hundertfach vergelten, falls nicht in dieser, so in der anderen Welt!
In Jesus und Maria.

Mein Mitbruder (Pater Taouk) und ich segnen Sie von ganzem Herzen+

Pater Gendron+
 
 
Gottesdienstordnung für die Zeit vom 13.1.2008 bis 27.1.2008
 

So

13.1.

Fest der hl. Familie – II. class; Ewige Anbetung in der Priester-
bruderschaft St. Pius X.

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

10:00

Uhr  Hochamt, anschl. Aussetzung des Allerheiligsten bis nach der Vesper

 

18:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Mo

14.1.

Fest des hl. Hilarius, Bekenners und Kirchenlehrers; Gedächtnis des hl. Felix von Nola, Martyrer

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Di

15.1.

Fest des hl. Paulus, des ersten Einsiedlers, Bekenners; Gedächtnis des hl. Maurus, Abtes

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Mi

16.1.

Fest des hl. Marcellus I., Papstes und Martyrers

 

7:15

Uhr stille hl. Messe

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Do

17.1.

Fest des hl. Antonius, Abtes

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Sakramentsandacht

Fr

18.1.

Wochentag; Gedächtnis der hl. Priska, Jungfrau 
18.1. – 25.1. Weltgebetsoktav für die Einheit im Glauben

 

7:15

Uhr ges. Requiem für die verstorbenen Freunde und Wohltäter

 

17:15

Uhr  Abendmesse

 

18:30

Uhr Kreuzweg

Sa

19.1.

Muttergottessamstag; Gedächtnis des hl. Marius und seiner Gefährten, sowie des hl. Königs Kanut, Martyrer

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

So

20.1.

Sonntag Septuagesima – II. class.

 

8:00

Uhr hl. Messe

 

10:00

Uhr Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

Mo

21.1.

Fest der Agnes, Jungfrau und Martyrin

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Di

22.1.

Fest der hll. Vincentius und Anastasius, Martyrer

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Mi

23.1.

Fest des hl. Raymund von Peñaforte, Bekenners; Gedächtnis der hl. Emerentiana, Jungfrau und Martyrin

 

7:15

Uhr stille hl. Messe

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

Do

24.1.

Fest des hl. Timotheus, Bischofs und Martyrers

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Sakramentsandacht

Fr

25.1.

Fest der Bekehrung des hl. Apostels Paulus

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Kreuzweg

Sa

26.1.

Fest des hl. Polykarp, Bischofs und Martyrers

 

7:15

Uhr Kommunitätsmesse

 

17:15

Uhr Abendmesse

 

18:30

Uhr Rosenkranz

So

27.1.

Sonntag Sexagesima – II. class.

 

8:00

Uhr  hl. Messe

 

10:00

Uhr Hochamt

 

17:00

Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

 

Beichtgelegenheit: An Sonn- und Feiertagen ab 7:45 Uhr und auf Anfrage

Katechismus-Unterricht: Sonntags von 9:00 – 9:45 Uhr

 
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