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Hinweis: Ältere Ausgaben des Wochenbriefes finden Sie im Archiv.
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Zaitzkofen, 6. März 2010 |
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Ihr müsst Buße tun!
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Das letzte Ziel der Fastenzeit ist die Osterbeicht und die Osterkommunion. Und Ostern, das ist der neue Mensch. Das aber geht nicht ohne Kampf. Denn es sind zwei in uns. Der alte und der neue Mensch. Und der neue wird nur siegen, wenn es ihm gelingt, den alten hinauszuwerfen. Das zu bewerkstelligen ist Sache der Buße. Und zwar der Buße als Bekehrung und der Buße als Lebensernst. |
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Das Wort Buße gehört zu jenen Worten, die man im Wörterbuch des modernen Menschen nicht mehr findet. Es gehört zu den sogenannten Archaismen, die im Lebensstil des feinen gebildeten Menschen verpönt sind. Auch die religiöse Literatur bringt es selten mehr. Sie spricht einseitig nur von Frohbotschaft. Und doch muss man das eine tun und darf das andere nicht lassen. Evangelium und Buße gehören zusammen. Ist das ganze Leben Jesu von der Wiege bis zum Kreuz nicht ununterbrochene Buße? Hat nicht Christus gesagt: «Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach? (Mt 16,24). |
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Buße ist zuerst einmal Bekehrung. Die Sünde ist nach dem hl. Thomas die Abkehr von Gott und die Hinkehr zu den Geschöpfen. Bekehrung ist darum Abkehr von den Geschöpfen und die Rückkehr zu Gott. Rückkehr zu Gott als Schöpfer und Gesetzgeber, Vorbild und Ziel des Menschen. Wir nennen die Bekehrung Beicht, aber wir bezeichnen mit diesem Ausdruck nicht die Hauptsache. Die Beicht ist die notwendige Nebensache. Die Hauptsache ist die innere Umwandlung, die Abkehr von der ungeordneten Zuneigung zu den Geschöpfen und die Rückkehr zu Gott durch Reue und Vorsatz. Eine Beicht, die nicht wesentlich das ist, ist Selbstbetrug. Eine Komödie. |

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Soziale Wirkung der Buße |
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Die Beicht, die in der Tat Bekehrung ist, wirkt sich darum auch notwendig sozial aus. Isaias hielt eine Strafpredigt an die Frommen, die in dieser Hinsicht auch heute sehr zeitgemäß ist (IS 58). So spricht Gott der Herr: Rufe ohne Aufhören! Wie eine Posaune erhebe deine Stimme! Verkünde meinem Volke seine Laster! Sie suchen mich von Tag zu Tag. Sie wollen Gott nahe sein. (Es sind also fromme Leute, regelmäßige Kirchenbesucher. Sogar Faster. Und wie wirkt sich ihre Frömmigkeit, ihre «Ostern» sozial aus? Hören wir den Propheten:) |

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Am Tage eures Fastens zeigt sich euer böser Wille. All eure Schuldner drängt ihr. Zu eurem Fasten fügt ihr Streit. Gottlos schlagt mit der Faust ihr zu. Ist das Fasten? (Ist das Osternmachen?). Ist nicht vielmehr das ein Fasten (eine Andacht machen), wie ich's wünsche: Die Bande der Bosheit frei machen, losmachen die Fesseln der Bedrückung, dem Hungrigen das Brot brechen, Arme und Herbergslose ins Haus führen, den Unbekleideten kleiden, den nicht verachten, der Mensch ist wie du. Dann wirst du rufen und der Herr antworten. Dann kannst du schreien und Er sagt: Siehe, hier bin ich! Der Barmherzige. Der Herr dein Gott.
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Das ist christliches Osternmachen im Angesichte drohender Weltrevolution. Das ist der aus dem Beichtstuhl kommende neue Mensch. Nur ein solcher Sakramentenempfang wird einer nichtkatholischen Welt imponieren. Bekehrung ist nicht nur Rückkehr zu Gott, sondern auch Rückkehr zum Nächsten im Sinne des Hauptgebots. |

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Lebensernst |

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Buße ist auch Lebensernst. Man schaut, wenn man die Fastenzeit geistig wieder einmal miterlebt hat, doch das Leben und die Welt wieder mit andern Augen an. Mit den Augen des Glaubens an den Sündenfall und an die Passion des Herrn. Mit dem Fernblick auf Tod und Gericht und Ewigkeit. Unter dem Druck der Weltnot und des drohenden Zusammenbruchs. In diesem Licht muss man die Vergnügungssucht der Zeit betrachten. Auch die katholische Vergnügungssucht. Dann wird sie einem zum Tanz im brennenden Haus. Gedankenlosigkeit. Unnatur. Wahnsinn. Verbrechen. Die Christenheit darf fröhlich sein, aber die Christenheit darf nicht leichtsinnig sein.
Nichts wäre heute nötiger als ein Noe, ein Jeremias, ein Johannes Baptista, ein Vinzenz Ferrerius, ein heiliger Franz, ein Rufer zur Buße. Die Christenheit muss sich wieder darauf besinnen, dass sie die Religion des Gekreuzigten ist. Mehr Ernst zeigen! Mehr Einfachheit! Mehr Opfergeist! |

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Gesunde oder weichliche Erziehung? |

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Und diese Buße, diesen Lebensernst, muss man auch der Jugend predigen. Es gibt zwei Erziehungsmethoden. Die des Evangeliums und die der Welt. Die des Evangeliums beruht auf dem Grundsatz: die Pflicht vor dem Vergnügen! Die der Welt sagt im Gegenteil: Möglichst wenig Überwindung und Verzichtleistung! Genuss! Das Leben ausleben! Also Weichlichkeit. Sentimentalität. Naturalismus. Die Erfahrung beweist es alle Tage, wieweit wir mit dieser Erziehungskunst kommen. Eine gesunde, willensstarke Jugend ist unmöglich ohne die alte Pädagogik des Sustine et abstine. Ohne das Ertrage und Enthalte. Das ist die Gymnastik, die wir vor allem brauchen. Das ist der Sport, der uns in erster Linie nottut. Wie St. Paulus schreibt: Jeder, der sich im Wettkampf übt, enthält sich. Ich muss meinen Leib züchtigen und ihn in die Dienstbarkeit bringen. |

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Offensive Buße |

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Damit kommen wir zu einer anderen Seite des Bußproblems. Es gibt nicht nur eine Defensive, sondern auch eine Offensive in der Buße. Das Ertragen und Enthalten ist Defensive. Das Züchtigen ist Offensive. Es beruht auf dem paulinischen Satz: Die Christus angehören, haben ihr Fleisch gekreuzigt, samt den Lastern und Gelüsten (Gal 5,24). Die Aszese nennt das Abtötung. Abtötung will nicht töten. Vernünftige Abtötung tut nichts Gesundheitswidriges. Abtötung will einfach den revolutionären Leib zahm machen und zwar zahm machen durch etwas, was weh tut. |

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Die Heiligen kennen eine ganze Technik der offensiven Buße. Sie greifen zum Bußhemd, zu Gürtel und Kette und Geißel. Die Modernen haben hier abgerüstet. Es ist schließlich nicht notwendig, dass man grausam dreinfährt und man soll es auch nie tun ohne Beratung mit dem Beichtvater. Man findet, denn die Buße ist erfinderisch, auch andere Mittel, die zum Ziele führen. Zum Zahmmachen. Und wenn wir sie nicht finden, Gott findet sie immer wieder. Die Pädagogik des Schmerzes schafft keine Medizin ganz aus der Welt. Sie gehört zur göttlichen Erziehungskunst. Durch den Schmerz des Leibes zur Heilung und Heiligung der Seele! |

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Wer Ohren hat zu hören, der höre! Nicht alle fassen die Predigt von der Buße. Nur die, denen der Geist Gottes es eingibt. Die Buße muss anfangen bei den Guten. In den entscheidenden Zeiten, wie es die jetzige ist, kommt es vor allem darauf an, dass die Guten sich zuerst bekehren. Nicht die Freimaurer, nicht die Sozialisten, nicht die Juden, nicht die Kommunisten. Sondern wir. Und auch darin müssen wir anfangen, dass wir den andern ein ernsteres, weniger weltförmiges Christentum vorleben. Was auch immer die Welt uns sagt, wir müssen Buße tun. |

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Prälat Robert Mäder |
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Die Mission der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Asien
Lichtbildervortrag von P. Daniel Couture, Distriktoberer von Asien
in Singapur
Sonntag Laetare, 14. März 2010
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12.00 h
12.45 h
13.30 h
15.30 h |
Gemeinsames Mittagessen im Gasthof Röhrl Pfakofen (Nachbardorf von Zaitzkofen) – Anmeldung erforderlich.
Es stehen drei Menüs zur Wahl zum Preis von 6,50 bis 6,80 €. Ein Kuchenbüffet wird vom Priesterseminar bereitgestellt. Kuchenspen- den werden dankbar entgegengenommen.
Beginn des Kinderprogramms
Beginn des Vortrags, der in englischer Sprache gehalten und über-setzt wird (im gleichen Saal).
Der Vortrag ist auch für (ältere) Kinder geeignet, da er durch zahlreiche Bilder aus der Mission illustriert wird.
Gesungene Vesper und Sakramentsandacht in der Immaculata-kapelle des Seminars. |
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